Unter dem Titel «War Keba-Präsident zu kompromissbereit?» berichtete die AZ am letzten Mittwoch über den überraschenden Rücktritt von Ralph Werder, dem Verwaltungsratspräsidenten der «Keba Region Aarau AG».

Der Aarauer Einwohnerrat Max Suter (SVP) thematisiert nun in einem Vorstoss Werders Demission. Er will etwa wissen, in welchen Bereichen sich der Verwaltungsratspräsident der Kunsteisbahn (Keba) und das Projektteam nicht einig waren.

Es geht Suter aber auch um grundsätzliche Fragen. Allen voran um die Transparenz. Seit die Genossenschaft Keba in eine Aktiengesellschaft umgewandelt worden ist, werden keine Jahresberichte mehr veröffentlicht. Selbst Einwohnerräte werden im Ungewissen belassen, was die Entwicklung auf der Kunsteisbahn anbetrifft. «Warum wird der Jahresbericht der Keba nicht publiziert?», will Suter vom Stadtrat wissen. Und: «Ist hier eine Praxisänderung denkbar?» Der SVP-Einwohnerrat fragt auch nach dem finanziellen Zustand der Keba. Sie hat nur eine provisorische Betriebsbewilligung und leidet unter den eingeschränkten Nutzungsmöglichkeiten: «Besteht die Gefahr, dass die Aktiengesellschaft zu einem Sanierungsfall wird?», fragt Suter. Zudem wundert er sich, dass fast drei Jahre nach der Wiedereröffnung noch immer keine Schlussabrechnung für die 20,7 Mio. Franken teure Totalsanierung vorliegt: «Warum dauert es so lange, bis die Schlussabrechnung kommt?» (uhg)