Aarau
Bei der Confiserie Brändli übernimmt nun die fünfte Generation mit das Ruder

In der Confiserie Brändli hat jetzt nebst der vierten auch die fünfte Generation das Sagen. Damit tragen bereits die Ururenkel von Arnold und Anna Brändli Verantwortung für das Familienunternehmen.

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«Familientisch» im Tearoom an der Bahnhofstrasse (v.l.): Philippe, Rita, Mark und Alexandra Brändli (mit Söhnchen Sean); vom Verwaltungsrat fehlt Dominik Brändli.

«Familientisch» im Tearoom an der Bahnhofstrasse (v.l.): Philippe, Rita, Mark und Alexandra Brändli (mit Söhnchen Sean); vom Verwaltungsrat fehlt Dominik Brändli.

Ueli Wild

Die 1893 gegründete Schweizer Confiserie Brändli mit Sitz in Aarau wird neu in der vierten und fünften Generation geführt. Ab heute präsentiert sie sich in einem neuen und gleichzeitig alten Look. Das neue Logo basiert auf der Handschrift der Gross- beziehungsweise Urgrosstante der heutigen Geschäftsführerinnen und -führer.

Die Geschichte der Confiserie Brändli reicht weit zurück. Es begann alles vor über 120 Jahren mit Arnold und Anna Brändli und einer Bäckerei in Lenzburg. Die Familie Brändli hielt an ihrer Tradition fest und baute das Geschäft über all die Jahre weiter aus. Nun hat die 5. Generation mit Dominik, Alexandra und Philippe Brändli Einsitz im Verwaltungsrat genommen. Somit tragen, neben Mark und Rita Brändli als Vertreter der vierten Generation, bereits die Ururenkel von Arnold und Anna Brändli Verantwortung für das Familienunternehmen.

Süsse Kreation für die Schützen

Die berühmteste Kreation der Confiserie Brändli ist die Brändli-Bombe, die 1924 anlässlich des Eidgenössischen Schützenfestes in Aarau erfunden wurde. Sie besteht aus einem dunklen Ganache-Herz, das in speziellen Marzipan eingearbeitet und mit einer Mandelsplitter-Couverture umhüllt wird. In den vergangenen 91 Jahren wurden über 12 Millionen Brändli- Bomben nach dem Originalrezept von Hand hergestellt.

Mark Brändli, Mitglied der Geschäftsleitung in vierter Generation: «Die Brändli-Bombe ist ein fantastisches Produkt, auf das wir sehr stolz sind. Seit ihrer Erfindung erobert sie die Herzen von Gourmets auf der ganzen Welt. Zu unseren berühmtesten Kundinnen zählte Queen Mum von England, die sich unsere Brändli-Bomben während vielen Jahren in den Buckingham Palace liefern liess.

Queen Mum offerierte die Brändli-Bomben im Buckingham Palace ihren Gästen.

Queen Mum offerierte die Brändli-Bomben im Buckingham Palace ihren Gästen.

zvg

Es passt sehr gut, dass die Jungen zum runden 90. Geburtstag der Brändli-Bombe Einsitz in den Verwaltungsrat genommen haben und das Familienunternehmen jetzt mitführen. Meiner Frau Rita und mir bereitet es grosse Freude, mit unseren Kindern und unserem Neffen Dominik zusammenzuarbeiten.» Alexandra Brändli, Mitglied der Geschäftsleitung in fünfter Generation: «Noch heute stellen wir alle unsere Produkte von Hand her. Dass wir Werte wie Familientradition und geschickte Handarbeit hochhalten, zeigt sich auch in unserem neuen Logo. Es ist eine modernisierte Form unseres alten Logos, das die wunderschöne Handschrift meiner
Urgrosstante Miggi zeigt.»

Schön und geschichtsträchtig

«Dominik, Philippe und ich freuen uns sehr darüber, eine neue Generation in unserem Familienunternehmen vertreten zu dürfen und aktiv an dessen Weiterentwicklung mitzuarbeiten», erklärt Alexandra Brändli weiter. Dazu gehört neben dem neuen Markenauftritt auch der kürzlich lancierte Webshop, in dem die Brändli-Bombe und weitere Klassiker angeboten würden.

Die Confiserie Brändli betreibt einen Laden mit Tearoom in Aarau und einen in Olten. Der Schweizer Heimatschutz zählt das geschichtsträchtige Aarauer Tearoom zu den schönsten Cafés und Tearooms der Schweiz. (az)

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