Suhr

Bei dem «Haus am Teich»: Ist ein Ende der Ehrenrunde in Sicht

Das Krankenheim Lindenfeld rechnet bei 150 Betten mit einer Belegung von 97 Prozent.  az-archiv

Das Krankenheim Lindenfeld rechnet bei 150 Betten mit einer Belegung von 97 Prozent. az-archiv

Das Projekt für die demenzkranken Menschen im Krankenheim Lindenfeld ist wieder auf Kurs.

Vor einem Jahr hatte die Trägerorganisation des Krankenheims Lindenfeld, der 30 Gemeinden aus dem Grossraum Aarau angehören, grünes Licht für das 8,6-Millionen-Franken-Projekt «Haus am Teich» gegeben.

Doch dann musste der Gemeindeverband nach einem Verwaltungsgerichtsentscheid das Submissionsverfahren für die Bauvergabe an einen Generalunternehmer abbrechen. Als Gründe wurden damals eine «wesentliche Änderung der nachgefragten Leistung» sowie «veränderte Rahmen- und Randbedingungen» genannt.

Im Rahmen einer rollenden Planung waren wiederholt Verbesserungsvorschläge und Wünsche, die aus der Bevölkerung an den Gemeindeverband herangetragen worden waren, einbezogen worden. So wurden beispielsweise grössere Zimmer und neu auch eine Tiefgarage mit rund 40 Plätzen geplant.

Das Verwaltungsgericht hatte einem Generalunternehmer, der gegen den Gemeindeverband geklagt hatte, teilweise Recht gegeben und befunden, dass bei der Wahl des Generalunternehmers das Kriterium Preis höher gewertet werden müsse. «Uns», schrieb Projektleiter Sven Egger im vergangenen September auf der Website des Heims, «war bei der Beurteilung der Dossiers die Qualität am Bau wichtiger als der Preis.»

In der Zwischenzeit seien alle Fristen, die für den Abbruch des Verfahrens abgewartet werden mussten, verstrichen, ohne dass eine weitere Beschwerde eingegangen sei. Als erfreulich bezeichnete Egger auch den Umstand, dass während der Zeit der öffentlichen Auflage bei der Gemeinde Suhr keine Beschwerde gegen das Baugesuch eingegangen sei.

Altlasten-Untersuchung im Gang

Weniger Freude bereitete dem Gemeindeverband Lindenfeld die Auflage seitens des Kantons, dass auf dem Baugelände eine technische Altlasten-Untersuchung vorgenommen werden müsse, da es sich um einen belasteten Standort handle.

Die Gemeinde Suhr und das Lindenfeld beauftragten in der Folge das Büro Jäckli Geologie, den Auftrag fachgerecht auszuführen. Seit dem 23. November wird nun gebohrt und sondiert.

«Im Moment sind wir noch auf der Ehrenrunde», sagt dazu auf Anfrage der Präsident des Gemeindeverbandes, Suhrs Gemeindepräsident Beat Rüetschi. Die kantonale Baubewilligung steht noch aus. Diese, schätzt Rüetschi, dürfte im Januar oder Februar 2017 vorliegen. Dann nämlich, wenn alle Altlasten-Untersuchungen abgeschlossen sind. Das sollte bis Ende Jahr der Fall sein.

Wie Projektleiter Sven Egger auf der Lindenfeld-Website aktuell festhält, konnten bereits diverse Proben entnommen und zur Analyse weitergeleitet werden. Da aber die Grundwasserproben bei unterschiedlichen Höhen des Grundwasserspiegels entnommen werden müssen, ist das Fortschreiten der Arbeiten vom Wetter abhängig. Wünschenwert wäre aus dieser Sicht regnerisches Wetter.

Liegt die Bewilligung des Kantons vor, kann mit dem Bau begonnen werden. Es wird ein normales Ausschreibungsverfahren mit Baulos geben. Die Bauleitung wurde dem Vernehmen nach Hertig Nötzli Architekten, Aarau, anvertraut.

Der Bezug des Demenzhauses «am Teich» wird, wie an der Abgeordnetenversammlung des Gemeindeverbandes Lindenfeld bekannt gegeben wurde, frühestens im Frühjahr 2018 möglich sein. Geplant gewesen war der Bezug ursprünglich für Ende 2017.

An der Versammlung wurden sowohl das Budget 2017 (inklusive Lohnrunde von 0,75 Prozent für individuelle Erhöhungen) als auch die neue Taxordnung (Erhöhung des Depots von 4000 auf 6000 Franken) einstimmig genehmigt.

Meistgesehen

Artboard 1