Aarau
Begleitung für alle Verkehrsfragen

Mit 24 zu 21 Stimmen hat der Aarauer Einwohnerrat ein Postulat von Gabriela Suter (SP) überwiesen, das die Einführung einer stadträtlichen Verkehrskommission verlangt.

Ueli Wild
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Um den Überblick zu haben, sagte Gabriela Suter, brauche es eine kontinuierliche Begleitung in Form einer Verkehrskommission.

Um den Überblick zu haben, sagte Gabriela Suter, brauche es eine kontinuierliche Begleitung in Form einer Verkehrskommission.

Sandra Ardizzone

Laut der Postulantin findet heute der Austausch zwischen der Stadt und den Fachpersonen der verschiedenen Mobilitätsorganisationen nicht konsequent und teilweise zu spät statt. Ein Missstand, der sich mit einer Kommission beheben lasse, in welche diese Fachpersonen eingebunden wären.

Der Stadtrat lehnte die Schaffung einer ständigen Kommission ab und schlug eine jeweils auf Zeit eingesetzte Projektdelegation Verkehr vor. Die geforderten Kontakte fänden heute schon statt, sagte Stadtrat Werner Schib. «Gelebter Alltag»sei das.

Gabriela Suter hielt dem Stadtrat vor, er habe nicht begriffen, worum es gehe: «Um eine kontinuierliche Begleitung mit dem Ziel, den Überblick zu haben.» Es könne doch nicht sein, «für jedes Projet ein ‹Delegatiönli› zu bilden. Auch das ewige «Killerargument» der Finanzen greife zu kurz: Die Wiedereinrichtung der 1995 abgeschafften Kommission, so Suter, sei die effizienteste und den Finanzen zuträglichste Lösung. Stadtrat Schib stellte klar: «Wir wollen nicht x Delegationen bilden.» Solche sollten nur bei grösseren, strategischen Projekten eingesetzt werden.

SP und FDP stellten sich hinter den Stadtrat. Es sei unverhältnismässig, eine Verkehrskommission ins Leben zu rufen, sagte Beat Krättli (SVP). Und Michel Meyer (FDP) meinte, das Postulat zeige die Verfilzung der linken Parteien mit den Verkehrsorganisationen. Diese verfügten jetzt schon über genügend Einflussmöglichkeiten. Der Vorschlag des Stadtrates sei kostengünstiger, erklärte Meyer, der bei der Ratslinken keinen Sparwillen erkennen konnte.