Gränichen
Bauzeit von rund einem Jahr: So wird der neue Kreisel umgesetzt

Die Pläne für die Veränderungen im Raum Oberfeld sind im Gemeindehaus in Gränichen einzusehen – für den neuen Kreisel wird mit einer Baudauer von rund 52 Wochen gerechnet.

Ueli Wild (text und Foto)
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Bei der Einmündung Schürbergstrasse zeigen die Markierungen am Boden, wo der Kreisel auf der Oberfeldstrasse genau zu liegen kommt.

Bei der Einmündung Schürbergstrasse zeigen die Markierungen am Boden, wo der Kreisel auf der Oberfeldstrasse genau zu liegen kommt.

Ueli Wild

Das Bauprojekt Erschliessung Oberfeld und das zugehörige Kreiselprojekt bei der Einmündung der Schürbergstrasse in die stark befahrene Kantonsstrasse liegen im Foyer des Gränicher Gemeindehauses seit gestern Montag bis zum 3. April öffentlich auf. Der Kreisel hat einen Aussendurchmesser von 32 m und einen Innendurchmesser von 17 m.

Die Breite der Kreiselfahrbahn beträgt 7,5 m. Die Dimensionen der Baute sind im Gelände anhand der derzeit angebrachten Markierungen erkennbar. Die aktuelle Breite der Oberfeldstrasse von 7,8 m wird nicht verändert.

Bei drei Inseln ist eine Querungshilfe für Fussgänger und Radfahrer vorgesehen. Diese Inseln, heisst es in den aufgelegten Unterlagen, seien genügend breit, um auch einem anhaltenden Velofahrer ausreichend Platz zu bieten.

Die Lage des Kreisels, dessen Mittelpunkt ein paar Meter südlich der heutigen Einmündung der Schürbergstrasse zu liegen kommt, macht eine neue Zuführung der Schürbergstrasse erforderlich, damit sich, wie es im Technischen Bericht heisst, optimale Ein- und Ausfahrtsbedingungen auf dem Kreisel ergeben». Die Schürbergstrasse wird bis zum Trassee der WSB auf 6,25 m verbreitert.

Auf ihrer Südseite wird ein 2,5 m breites Trottoir erstellt. Damit kann der Korridor zwischen dem Sportplatz und der Oberfeldstrasse beziehungsweise dem Dorfzentrum für Fussgänger sichergestellt werden. Vorgesehen ist auch eine Querungshilfe, die es Fussgängern ermöglicht, von der nördlichen auf die südliche Seite der Schürbergstrasse zu wechseln. Sie befindet sich rund fünf Meter von der Kreiselkonstruktion entfernt.

Zwei Varianten für Radfahrer

Die Führung der Radfahrer hat die Sektion Verkehrstechnik im Departement Bau Verkehr und Umwelt (BVU) in Zusammenarbeit mit der kantonalen IG Velo erarbeitet.

Neu gibt es nun zwei Varianten – für versierte und unsichere Velofahrer: Die versierten Lenker können direkt in den Kreisel einfahren und in die Schürbergstrasse (Kantonale Radroute) oder in Richtung Dorfzentrum abbiegen. Unsichere Fahrer haben die Möglichkeit, unter Benützung der seitlich des Kreisels befindlichen Querungshilfen abzubiegen.

Wildtiere: Via Bacheindolung

Im Rahmen des Kreiselbaus müssen die beiden Eindolungen des Moortalbachs verlegt werden. Die Grundlage dafür bildet der rechtsgültige Erschliessungsplan. Im Lichtraumprofil werden seitlich Flächen geschaffen, die Wildtieren die Möglichkeit bieten, die Bacheindolungen zum Queren der Strassenräume zu benutzen.

Betroffen vom Kreiselprojekt ist auch die Kanalisation: Die Gemeinde wird im Rahmen der Bauarbeiten einen Teil ihrer Entwässerungs- leitungen verlegen. Damit kann laut dem Technischen Bericht eine hydraulische Schwachstelle – eine Richtungsänderung um 90 Grad – behoben werden.

Aufgrund der Erstellungskosten und der Grösse des Bauvorhabens rechnen die Planer mit einer Baudauer von rund 52 Wochen. Die Kreiselfahrbahnplatte und die Tragschichten müssen zwingend in der warmen Jahreszeit realisiert werden. Das Gesamtprojekt, dessen Kosten auf 4,865 Mio. Franken veranschlagt werden, wird unter Verkehr verwirklicht.

Offenbar soll die Schürbergstrasse von der Wyna bis zum Kreisel für den Verkehr gesperrt werden. Dadurch könnten hier die Arbeiten ohne Beeinträchtigung des Verkehrs auf der Kantonsstrasse ausgeführt werden. Dasselbe gilt für den Westast in Richtung Industrie Oberfeld – dank dem Umstand, dass diese Strasse erst gebaut werden muss.

Es wird davon ausgegangen, dass der Verkehr phasenweise immer mindestens auf einer Strassenhälfte aufrechterhalten werden kann. Dafür sind zeitweilig der Einsatz eines Verkehrsdienstes und der Betrieb einer phasengesteuerten Lichtsignalanlage nötig.

Die Rede war auch schon davon, dass der im Bau befindliche Kreisel seitlich umfahren werden könne. Diesbezüglich gibt es laut Gemeindeammann Peter Stirnemann vom Kanton noch keinen Bescheid. Morgen Mittwoch kommt es aber zu einer Sitzung, die weitere Klärung bringen könnte.

Am 15. März (19–21 Uhr) will die Gemeinde die Öffentlichkeit im Rahmen eines Info-Forums im Foyer des Gemeindehauses über das Projekt informieren.