Aarau

Baugesuch für eine Zentrale mit vier Notrufnummern liegt auf

So soll das Polizeikommando mit dem Anbau (hinterer Teil) ab Mitte 2017 aussehen.

So soll das Polizeikommando mit dem Anbau (hinterer Teil) ab Mitte 2017 aussehen.

Mitte 2017 soll die Notrufzentrale beim Polizeikommando in der Telli in Betrieb genommen werden. Für das Bauvorhaben hat der Regierungrat im Juni 40 Millionen Franken in die Vernehmlassung geschickt.

Das Gebäude des Polizeikommandos in der Telli wird ausgebaut und durch einen Anbau an der Nordfassade ergänzt. Es entsteht eine kantonale Notrufzentrale, in der alle Blaulichtorganisationen zusammengefasst werden. Bis 9. September liegt das Baugesuch im Aarauer Rathaus öffentlich auf.

Heute bedienen im Aargau drei Telefonzentralen die Notrufnummern 112, 117, 118 und 144. Durch deren Zusammenlegung können die Organisationen für Rettung und Sicherheit effizienter zusammenarbeiten und Synergien nutzen.

40 Millionen-Bau

Für das komplexe Bauvorhaben hat der Regierungsrat im Juni einen Kredit von 40 Millionen Franken in die Vernehmlassung geschickt. Gebraucht wird das Geld vor allem für die bauliche Erweiterung des Polizeikommandos. Diese kostet 21,73 Millionen. Die technischen Einrichtungen kosten 13,21 Millionen. Die weiteren Aufwendungen fallen für den Ersatzstandort bei einem Ausfall der Notrufzentrale und für Projektkosten an. Das Gebäude soll Mitte 2017 fertiggestellt sein.

Provisorische Ausfahrt

Die Ausfahrt vom Einkaufszentrum Telli und vom Polizeikommando in die Delfterstrasse wird während der Bauphase über eine provisorische Strasse in die Tellistrasse umgeleitet. Um die Baugrube, die ins Grundwasser hinein reicht, trocken zu halten, werden Spundwände eingesetzt. Weil der Grundwasserspiegel über die Bodenplatte steigen kann, bildet das zweite Untergeschoss eine wasserdichte Wanne.

Im Fall eines Hochwassers wird die bestehende Tiefgarage des Polizeikommandos geflutet. Schieber bei den Zugängen verhindern das Eindringen von Wasser in die Untergeschosse des Gebäudes.

Die kantonale Notrufzentrale ist auf eine sichere Stromversorgung angewiesen. Diese wird über das Polizeikommando mittels einer autonomen Trafostation und einem Notstromaggregat betrieben. Für die Heizung wird eine Grundwasser-Wärmepumpe eingebaut. Als Energiequelle dient die bestehende Grundwasserfassung. Der Erweiterungsbau wird mit dem Standard Minergie p/eco realisiert.

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