Vor dem Bezirksgericht Aarau stand am Mittwoch ein 64-jähriger Bauer. Er war der fahrlässigen Tötung angeklagt. Er hatte im Oktober 2010 mit seinem Auto in Küttigen eine Fussgängerin angefahren. Die 30-Jährige erlag zwei Tage später im Kantonsspital Aarau ihren Verletzungen. Am Freitag verkündete das Bezirksgericht Aarau das Urteil und verurteilte den Lenker zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 12 Monaten, wie Tele M1 berichtet. Hinzu kommt eine Busse von 2000 Franken. Die Probezeit wurde auf vier Jahre festgelegt. Es ging über die vom Staatsanwalt geforderten 9 Monate hinaus. Es beurteilte das Vergehen als recht schlimm und den Bauern als uneinsichtig. Er war zudem wegen Verkehrsdelikten vorbestraft.

Nach Unfall erste Hilfe geleistet

Der heute 64-jährige Bauer hatte vor Gericht ausgesagt, dass er vor dem Unfall im Oktober 2010 die Frau auf der Strasse noch gesehen habe. Warum er auf der Dorfstrasse in Küttigen mit der Frau kollidierte, könne er sich nicht erklären. Er habe einen Filmriss gehabt; betrunken war er aber nicht. Denn der Mann leistete nach dem Unfall noch erste Hilfe.

Der Bauer liess sich trotz des tödlichen Unfalls nicht davon abhalten, wieder Auto zu fahren. Er war rund sechs Mal mit seinem Jeep von seinem Hof zum Rebberg gefahren. Damit machte er sich erneut strafbar. Denn nach dem Unfall war ihm vom Strassenverkehrsamt der Führerausweis auf unbestimmte Zeit entzogen worden.