Hier soll ein psychosomatisch-psychotherapeutisches Angebot etabliert werden. Etwa Sprechstunden, Vor- und Nachsorge bei stationären Aufenthalten, Beratung und Diagnostik. «Aufgrund von langen Wartefristen ist der Zugang zu Fachpersonen wie Psychiatern und Psychologinnen häufig schwierig», so Mediensprecherin Martha Brem. «Da wollen wir mit den eigenen Fachleuten Abhilfe schaffen.»

Im Ambulatorium arbeiten laut Brem vorerst eine Psychiaterin und ein Psychiater, eine Internistin mit psychosomatischer Weiterbildung sowie die organisatorische und administrative Leiterin des Ambulatoriums samt einer Assistentin. Mitte Oktober wird eine Psycho-Onkologin starten. «Im Endausbau sind zehn Mitarbeitende vorgesehen», so die Mediensprecherin.

Erst vor kurzem war bekannt geworden, dass die Klinik Schützen Rheinfelden AG mit einem ähnlichen Angebot ins Aarauer Bahnhofgebäude zieht und ihre jetzt schon in Aarau bestehenden Dienste leicht ausbauen will. Ein Zusammenhang damit bestehe nicht direkt, sagt die Barmelweid-Mediensprecherin. Einzig: Seit ein paar Monaten hat die Barmelweid einen Auftrag von der Hirslanden Klinik, den früher die Klinik Schützen ausgeführt hat. «Die Fachleute der Barmelweid übernehmen den psychosomatischen, psychiatrischen und psychotherapeutischen Konsiliar- und Liaisondienst für die Hirslanden Klinik Aarau», erklärt Martha Brem. «Dafür gehen diese im Auftrag der Hirslanden zu den stationären Patientinnen und Patienten. Die Behandlung findet zwar in der Hirslanden Klinik Aarau statt, doch benötigen unsere Mitarbeitenden in der Nähe eigene Arbeitsplätze.» Dies sei ein zusätzlicher Grund gewesen, ein Ambulatorium in Aarau zu eröffnen.

Im ehemaligen Spital Brugg führt die Barmelweid schon seit einigen Jahren ein Ambulatorium. Hier gibt es neben Sprechstunden für Psychosomatische Medizin auch solche für Herz- und Lungen-Patienten. (nro)