Aarau

Barbara Dumont will einen Gesamtschulleiter

Barbara Dumont ist es wichtig, die Schulleiter zu entlasten und den Weg für die Umstellungen durch die Schulreform 6/3 zu ebnen.

Barbara Dumont ist es wichtig, die Schulleiter zu entlasten und den Weg für die Umstellungen durch die Schulreform 6/3 zu ebnen.

Barbara Dumont kandidiert für die Schulpflege Aarau. Ihr ist es wichtig, die Schulleiter zu entlasten und den Weg für die Umstellungen durch die Schulreform 6/3 zu ebnen.

Barbara Dumont hob gestern Nachmittag ab. Der Himmel war nahezu wolkenlos, die Sicht auf den Aargau aus der Vogelperspektive dürfte faszinierend gewesen sein. Hobbypilotin allerdings ist Dumont nicht. Sie unterrichtet Frühenglisch im Schulhaus Mühlematt in Erlinsbach und ist in Erlinsbach auch Schulsekretärin. Ein Lehrerkollege suchte erwachsene Begleitpersonen für die Besichtigung eines Hangars. «Ich wurde angefragt, ob ich eine Schulklasse auf den Flugplatz Birrfeld begleiten will», sagt die Frau, die für die Ersatzwahl in die Aarauer Schulpflege kandidiert. «Dieses Angebot konnte ich nicht ausschlagen – umso mehr, als es auch einen Flug beinhaltete.»

Die wichtigen Themen

Abheben würde Dumont, sollte sie am 23. September in die Aarauer Schulpflege gewählt werden, nicht. Sie hofft aber, dass es klappt: «Ich wünsche mir sehr, gewählt zu werden.» Das Amt der Schulpflegerin interessiere sie seit langem. Die wichtigste Frage in der Schule Aarau betrifft ihres Erachtens die Gesamtschulleitung: «Die jetzigen Schulleiter in Aarau sind alle sehr gut.» Die Belastung aber sei hoch, meint sie, da könnte Einiges liegen bleiben.

Sie ist überzeugt, dass Aarau einen Gesamtschulleiter oder einen Geschäftsleiter braucht. Die Bezeichnung sei dabei weniger wichtig als das Pflichtenheft eines solchen Vorgesetzten. Ihr ist bewusst, dass vonseiten der Schulpflege Einiges im Tun ist (az, Aargauer Zeitung vom 7.9.). Entschieden aber sei noch nichts.

Handlungsbedarf sieht sie zudem bei der Umstellung, welche die Schulreform vom bisherigen Modell 5/4 auf das neue Modell 6/3 – also sechs Jahre Primarstufe und drei Jahre Oberstufe – nach sich zieht. Geplant ist die Umsetzung des Modells 6/3 auf das Schuljahr 2014/2015. «Das ist das nächste grosse Thema», sagt Dumont und fügt bei, «da brennts eigentlich schon fast.»

Erweiterung der Perspektive

Dumont erlebt die Schule zur Zeit aus drei Perspektiven: Ihre drei Kinder (10, 12 und 14 Jahre alt) besuchen die Schulen in Aarau. In Erlinsbach unterrichtet sie 8 Lektionen Frühenglisch. Und als Schulsekretärin im Erlinsbacher Schulhaus Mülimatt kümmert sie sich um administrativ-organisatorische Belange. Das Sekretariat bezeichnet sie als Dreh- und Angelpunkt der Schule. Man erhalte dort einen umfassenden Einblick in den Schulalltag. Sowohl Eltern als auch Lehrpersonen deponieren ihre Anfragen.

Disziplinarische Angelegenheiten würden genauso thematisiert wie die Organisation von Fortbildungskursen. Die Verwaltungsarbeit, die 25 Prozent ihres Teilzeitpensums ausmacht, komme ihrer organisatorischen Ader entgegen, sagt sie.

Sollte sie Schulpflegerin werden, so würde sie damit zusätzlich eine vierte Sicht auf die Schule erhalten.

Kandidatur als Parteilose

Als Kandidatin angefragt worden war Dumont von der SVP, nachdem der ehemalige Schulpflegepräsident Max Becker diesen Sommer seinen Rücktritt bekannt gegeben hatte. Dumont sagte zu. Es war ihr aber wichtig als Parteilose zu kandidieren. Daraufhin wurde sie von der SVP portiert. Ihre Kandidatur wird von der SP, der CVP und der FDP unterstützt.

Barbara Dumont wuchs im Aarauer Scheibenschachen und in Küttigen auf, besuchte dort Kindergarten und Primarschule. Nach der Matura liess sie sich als Primarlehrerin ausbilden.

Amadora Gschwind, EVP-Kandidatin, wurde in der Aargauer Zeitung am 7.9. vorgestellt. Beide Kandidatinnen beantworten auch Fragen des Elternvereins Aarau: www.elternverein-aarau.ch.

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