Wie die az Aargauer Zeitung berichtete, will die Post ihre Filiale im Telliquartier ins Einkaufszentrum verlegen. Zurzeit befindet sie sich auf der Rückseite des Einkaufszentrums. Im Januar war von einem «neuen, einladenden Auftritt» die Rede. Doch wie Eichenlaub erfahren hat, will die Post die Filiale empfindlich verkleinern. Statt wie bisher vier sollen nur noch zwei Angestellte der Post dort arbeiten.

Vor allem sollen keine Bar-Ein- und Auszahlungen über 300 Franken mehr möglich sein. Die Post will offene Schalter ohne Panzerglas einrichten. Zahlungen sollen nur noch via Post- oder Mastercard möglich sein. Auch die Postfächer für Private sollen aufgehoben werden. Dies hat die Post dem Quartierverein bereits mitgeteilt. Gegenüber der Aargauer Zeitung heisst es seitens der Post jedoch, die Neuigkeiten seien noch nicht spruchreif. Auch wann die Post umziehen will, ist nicht klar.

Klar ist für Eichenlaub jedoch: «Für unsere vielen älteren Quartierbewohner und -bewohnerinnen ist das ein empfindlicher Abbau. Ausserdem ist es ein Abbau auf Raten», befürchtet er, «sind Barzahlungen erst mal nicht mehr möglich, wird der Umsatz noch stärker zurückgehen.»

Damit es gar nicht so weit kommt, startet der Quartierverein am Samstag, 2.Juni, eine Unterschriftensammlung mit einer Standaktion vor dem Einkaufszentrum Telli. Die Petition geht an den Stadtrat. Die Tellianer wollen, dass er sich für ihr Anliegen starkmacht.

Damit setzt der 30-jährige Eichenlaub ein erstes, selbstbewusstes Zeichen für sein Quartier. Er wurde im März zum neuen Quartiervereinspräsidenten gewählt. Im Flyer gegen den Postabbau schreibt er: «Diese Massnahmen diskriminieren das grösste Aarauer Quartier massiv.» Eichenlaub ist sich bewusst, wie international das Quartier ist: Auf der Rückseite des Blattes ist die Petition auch auf Portugiesisch, Englisch, Türkisch und Spanisch erklärt.