Aarau

Balänenweg wird saniert: Mehr Licht, neuer Belag – aber für etwas gibts keine Lösung

Links sieht man hier die Rohrerstrasse, rechts den Balänenweg.

Links sieht man hier die Rohrerstrasse, rechts den Balänenweg.

Mehr Licht und eine neue Fahrbahn, aber keine besseren Anschlüsse für den Fuss- und Veloweg.

Seit Jahren ist die suboptimale Velo-Anbindung des Stadtteils Rohr an die Innenstadt ein Thema. Und seit Jahren fordert Pro Velo Aarau, der Balänenweg sei für Velofahrer attraktiver zu machen. Im Mai hatte Rolf Gutjahr, Präsident des Vereins, eine entsprechende Bürgermotion eingereicht, zu welcher der Stadtrat nun Stellung genommen hat. Er beantragt die Überweisung der Motion.

Bemängelt hatte Gutjahr die Beleuchtung des Balänenwegs, welcher sich von der Rohrerstrasse zum Tellirain zieht. Der Stadtrat stellt nun in Aussicht, dass die Quecksilberhochdruck-Dampflampen – heute 12 im Abstand von 60 Metern – durch rund doppelt so viele LED-Leuchten ersetz werden. Und zwar solche mit intelligenter Steuerung, welche die Lichtintensität herunterfahren, sobald sich kein Fussgänger oder Velofahrer auf dem Weg befindet. Die Projektierungsarbeiten seien bereits im Gange, schreibt der Stadtrat.

Der Bürgermotionär hatte auch gefordert, dass der Balänenweg geteert werde. Doch hier spielt der Stadtrat nicht mit. Der Balänenweg, zusammen mit dem Telliring von historischer Bedeutung, habe seine heutige Form 1900 nach dem Vorbild von Promenaden, wie sie im 18. Jahrhundert in Frankreich realisiert wurden, erhalten. «Um den historischen Ort in seiner ursprünglichen Form zu erhalten, soll an der Chaussierung festgehalten werden», so der Stadtrat.

Diese Belagsform sei auch in Anbetracht der Hanglage, die Setzungen und leichte Senkungen begünstige, besser geeignet als Asphalt oder Beton. Allerdings gibt es punkto Belag doch noch eine gute Nachricht für Velofahrer: Die bestehende, schadhafte Chaussierung wird erneuert – die Kosten dafür sind im Budget 2020 eingestellt.

Ein weiteres Thema in der Bürgermotion waren die Anschlüsse an die Rohrerstrasse und den Tellirain, beides Kantonsstrassen. Die Verkehrsführung an der Rohrerstrasse bezeichnet der Stadtrat als «zumindest akzeptabel». Nicht aber am Tellirain.

Diesen müssen Velofahrer nämlich queren, wenn sie vom Balänenweg her via Freihofweg zur Altstadt wollen. Von der Altstadt her wird der Verkehr von der Laurenzenvorstadt in den Tellirain geführt. Beides ist für Velofahrer unbefriedigend. Eine bessere Lösung gebe es derzeit aber nicht, meint der Stadtrat – sondern erst, wenn die Kantonsstrasse irgendwann saniert und umgestaltet wird.

Der Stadtrat weist ausserdem darauf hin, dass für ihn als Hauptveloverbindung Rohr-Bahnhof die Linienführung entlang der Geleise im Torfeld Nord im Zentrum stehe. Die Verhandlungen mit den dortigen Grundeigentümern stünden vor dem Abschluss. «Als Knacknuss hat sich hier die Querung eines Gewerbeareals mit entsprechenden Sicherheitsfragen ergeben.»

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