Aarau

Bahnhof Süd wird neu geplant

Blick auf das Planungsgebiet mit dem WSB-Bahnhof und der Gantner-Liegenschaft (l.). Foto:  Katja Landolt

Blick auf das Planungsgebiet mit dem WSB-Bahnhof und der Gantner-Liegenschaft (l.). Foto: Katja Landolt

Jetzt da der Aarauer Bahnhof eine neue Nordfassade hat, nimmt die Stadt auch die Planung des Bahnhof Süd in Angriff. Für ihn sucht die Stadt einen Vorschlag, der viele Probleme lösen soll.

Nun, da der Aarauer Bahnhof eine neue Nordfassade hat, nimmt die Stadt auch die Planung des Bahnhof Süd in Angriff. Bis zum 17. Juni können sich Architektur-, Raum- und Verkehrsplanungsbüros für die Erarbeitung eines Projektvorschlags anmelden.

Die Ausgangslage ist komplex und der Raum knapp. Der Bearbeitungsperimeter erstreckt sich auf gut 200 Metern entlang der SBB-Gleise, doch an manchen Stellen ist das Gebiet nur knapp 50 Meter breit.

Der Bahnhof Süd ist von der Moderne umzingelt: Rundherum ist die Umgebung bereits grundlegend erneuert: Im Westen mit der Überbauung Behmen II Süd und der Hinteren Bahnhofstrasse 6-10 – sowie östlich mit dem Alterswohnheim Senecasita, der Wohn- und Büroüberbauung LineAAR oder dem Gais-Einkaufszentrum. Und seit Dezember fährt die WSB entlang der SBB Geleise weg nach Suhr; die Tramstrasse ist frei vom Tramverkehr.

Auftraggeber sind die Stadt Aarau, die Wynental- und Suhrentalbahn sowie Hans Gantner von der Metzgerei Gantner AG. Die Federführung liegt beim Stadtbauamt.

Zwei Nadelöhre sind zu erweitern

Die Liste mit den Anforderungen zur Erschliessung dieses Gebiets ist lang. Denn es muss nicht nur der südlichste Zugang von der Bleichemattstrasse zum Bahnhof für Fussgänger, Velo- und Autofahrer optimal gestaltet werden, auch auf der Hinteren Bahnhofstrasse muss der Verkehrsfluss weiterhin für alle optimal gewährleistet sein.

Einiges ist dabei schon beschlossene Sache: Die Fahrbahn der Hinteren Bahnhofstrasse wird von 5,5 Meter auf 8 Meter verbreitert, die WSB tritt das nötige Land an die Stadt ab. Die beiden alten Liegenschaften westlich des WSB-Bahnhofs an der Hinteren Bahnhofstrasse wurden von der WSB bereits abgerissen. Hierhin wird der Parkplatz vorübergehend verlegt, wenn die WSB in diesem und im nächsten Jahr die Perrons verbreitert. Auch dies ist ein Fakt für die weitere Planung. Zudem ist die neue Velostation an der Ecke Bleichemattstrasse/Frey-Heroséstrasse geplant. Der Einwohnerrat hat 345000 Franken Projektierungskredit bewilligt, über die nötigen 5 Millionen für den Bau der Velostation hat das Volk dieses Jahr zu befinden.

WSB- und SBB-Bahnhof als Einheit

Wie auch immer die Lösung aussehen wird, der Bahnhof Süd mit dem WSB-Bahnhof soll nicht nur schöner werden, sondern auch als Einheit erscheinen, behindertengerechte Zugänge haben, gedeckte und genügend grosse Veloabstellplätze, eine geschützte Bushaltestelle, falls einmal ein Bahnersatz nötig ist, sowie mehr Parkplätze für das Kurzzeitparking. Die Überbauung muss in ausgeklügelten Etappen erfolgen können, um die Zugänglichkeit nicht zu behindern, ausserdem müssen die Besitzverhältnisse berücksichtigt werden: Nicht nur die Stadt Aarau und die WSB besitzen im Planungsgebiet Land. Auch die Parzellen der Trüb AG (am westlichen Rand) und daneben jene von Hans Gantner gehören dazu. Am östlichen Rand werden die beiden Parzellen der Frohsinn AG (Besitzer Kurt Knüssi) in die Überlegungen einbezogen.

Die Präqualifikation der Teilnehmer an der Planungsstudie findet am 12. August statt, der Beurteilungsentscheid soll im Mai 2012 fallen.

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