Aarau
Badmeister blickt auf erfolgreiche, unfallfreie Saison zurück

Die Badi in Aarau schliesst morgen ihre Türen. Die Arbeit ist damit für Badmeister René Hächler noch lange nicht zu Ende, bis November zieht sie sich dahin. Trotz schlechtem Beginn blickt er auf eine erfolgreiche Saison zurück.

Janine Müller
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Der Herbst hält Einzug: Chef-Badmeister René Hächler blickt mit Wehmut auf seine 21.Saison zurück, freut sich aber auf seine freie Zeit. jam

Der Herbst hält Einzug: Chef-Badmeister René Hächler blickt mit Wehmut auf seine 21.Saison zurück, freut sich aber auf seine freie Zeit. jam

Glatt, wie ein blaugraues Tuch, präsentiert sich das Wasser in den Schwimmbecken am Morgen. Feiner Nebel schwebt darüber. Auf der Wiese nehmen Arbeiter die ersten Blätter zusammen, die von den Bäumen gefallen sind. Der Herbst hält langsam Einzug. Chef-Badmeister René Hächler und sein Team bereiten sich für die letzten Badi-Tage vor. Noch dreht niemand seine Runden im Becken. Die Badi hat noch geschlossen.

Morgen geht die Badi-Saison zu Ende. Etwas Wehmut macht sich bei Hächler breit. Er hat seine 21. Saison als Bademeister hinter sich. Eine Saison, die schlecht begonnen hat und dann doch noch erfolgreich verlaufen ist (Eintritte im Juli: 56 128). Eintrittszahlen sind für Hächler nicht das Wichtigste. Er sei froh, dass es in diesem Jahr keinen schlimmen Unfall gegeben habe. Denn: «Die Saison kann noch so gut sein. Wenn etwas passiert, macht das alles kaputt.»

Geärgert hat sich der Chef-Bademeister, der zusammen mit zwei Kollegen für Ordnung im und ums Becken sorgt, über den Umgang der Badegäste mit Abfall. «Da wird einfach alles liegen gelassen», sagt er. «Dabei hätte es so viele Abfallkübel.» Das sei schon frustrierend. Denn viel Arbeitszeit gehe mittlerweile drauf, um den Abfall einzusammeln. Dabei gäbe es wichtigere Dinge zu tun.

Sauberkeit ist wichtig

Erspäht Hächler einen Abfallsünder, macht er diesen höflich darauf aufmerksam. «Wir sagen den Leuten dann, dass sie ihren Platz doch bitte so verlassen sollen, wie sie ihn angetroffen haben.» Sauberkeit sei ihm sehr wichtig und er sei sich sicher, dass die Leute immer eine saubere Badi antreffen.

Hächler übt seinen Beruf mit Leidenschaft aus. Wasser, Natur und Menschen. Das mag der 48-jährige Teufenthaler. Da machen ihm auch die langen Arbeitstage im Sommer nichts aus.

Obwohl Hächler gerne schwimmt, kommt er in der Hochsaison kaum dazu. Vielleicht mal in einer kurzen Pause, oder wenn seine Kinder auch in der Badi sind. Seine Kinder müssen im Sommer häufig auf ihren Papi verzichten. Dafür geniesst Hächler die Zeit mit ihnen nach der Badi-Saison umso mehr. In den Herbstferien, aber auch im November, wenn er seine Überzeit und die restlichen Ferien einziehen kann.

Arbeit bis im November

Für Hächler endet die Arbeit in der Badi nicht gleich morgen. Bis im November ziehen sich die Arbeiten im Schwimmbad hin. Die Sonnenschirme werden weggeräumt, Filter müssen geputzt werden, der Rasen muss weiterhin gemäht werden, Maschinen werden repariert, Wände neu gestrichen und sonstige Reparaturen werden durchgeführt.

Mittlerweile ist es 9 Uhr. Trotz den kalten Lufttemperaturen warten einige ältere Menschen vor der Badi. Hächler öffnet die Türe und begrüsst die Schwimmer. Sie wollen die letzten Runden im Freibad schwimmen.

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