Badi Entfelden
Badi-Betreiber in Sorge wegen Corona: "Liegewiesen wollen wir nicht absperren müssen"

Wegen Corona dürfen Badis ihre Tore ab dem 11. Mai vorerst nur für sportliche Aktivitäten wieder öffnen. Die Schweizerische Lebensrettungsgesellschaft befürchtet mehr Badeunfälle in offenen Gewässern.

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Steigen die Temperaturen, zieht es Herr und Frau Schweizer ins kühle Nass. Ab dem 11. Mai dürfen nun auch die Badis wieder öffnen – vorerst aber nur für sportliche Aktivitäten. Heisst: Längen-Schwimmen erlaubt, Sonnenbaden und Verweilen unerwünscht.

Das stellt die Betreiber vor neue Probleme: In der Badi Entfelden werden Befürchtungen laut, dass so die Gäste ausbleiben und der Betrieb nicht rentieren könnte. Rund 600 bis 1000 Eintritte wären täglich nötig. "Liegewiesen wollen wir nicht absperren müssen", sagt Bernhard Bürki gegenüber Tele M1. Für den Präsidenten der Genossenschaft Frei- und Hallenbad Entfelden ist klar, dass abgesperrte Liegewiesen den Gästen den Spass am Badibesuch rauben: "Da werden wir grosse Diskussionen in der Kommission haben, ob wir überhaupt aufmachen sollen."

Steigen nun die Badeunfälle?

Bleiben die Badis geschlossen, könnte es Schwimmer vermehrt in offene Gewässer ziehen. Insbesondere auch unerfahrene Schwimmer, wie die Schweizerische Lebensrettungsgesellschaft (SLRG) befürchtet. "95 Prozent der Badeunfälle passieren in Flüssen oder Seen", sagt SLRG-Kommunikationsleiter Philipp Binaghi. Erfolgt nun eine Verschiebung von Badis zu offenen Gewässern, geht die SLRG davon aus, dass auch die Unfallzahlen steigen könnten. "Eine Badi bietet sichere Umstände", so Binaghi.

Derweil bleibt den Badis nur die Hoffnung, dass sie mit der dritten Lockerungswelle am 8. Juni ihren Betrieb wieder aufnehmen können. "Wir müssen vorbereitet sein, dass wir unsere Becken auch kurzfristig füllen können", so Bernhard Bürki von der Badi Entfelden.