Alstom
Baden wird unter Alstom-Kahlschlag nicht leiden

Welche Folgen haben die Entlassungen von Alstom für den Kanton Aargau? Diese Frage lässt sich schwer beantworten. Die Gemeindeammänner aus Lupfig und Birr wissen nur eines: Auf die Betroffenen kommt eine lange Bewährungsprobe zu.

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Alstom_Thema_019

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4000 Menschen verlieren ihre Arbeit - 750 davon in der Schweiz. Der Stellenabbau des französischen Industriekonzerns Alstom löst in der Region Bestürzung aus. «Der angekündigte Abbau bei der Alstom ist ein harter Schlag für die Stadt Baden. Die Tragweite dieses, 2012 vollzogenen Abbaus, darf man nicht unterschätzen», sagt Thomas Lütolf vom Standortmarketing Baden.

Baden wird nicht leiden

Lütolf ist sich jedoch sicher, dass die Stadt Baden trotz Stellenabbau bei Alstom nichts an seiner wirtschaftlicher Attraktivität einbüssen werde. «Jährlich wächst die Kleinstadt um 40 bis 50 Firmen; insgesamt weist Baden 25 000 Arbeitsplätze auf - und das bei 18 000 Einwohnern.» Zudem weist Lüfolf darauf hin, dass in der Region trotz dem Abbau weiterhin 5500 Menschen für Alstom arbeiten würden.

Gemeinde Birr ist nicht überrascht

Betroffen über die Entscheidung von Alstom ist auch Markus Büttikofer, Gemeindeammann von Birr. «Der Verlust von Arbeitsplätzen ist einschneidend. Wiewohl Alstom hier in Birr einen Standort hat, betrifft der Stellenabbau jedoch nicht hauptsächlich Menschen, die hier in Birr leben. Viele Arbeitnehmer kommen von auswärts nach Birr zur Arbeit.

Für Gemeindeammann von Lupfig Richard Plüss kommt der Abbau hingegen überraschend. «Noch vor einigen Monaten hörten wir in der Gemeinde, dass die Alstom gute Zukunftsaussichten hat. Natürlich haben wir in der Vergangenheit im Zusammenhang mit der Firma immer wieder ein Auf und Ab erlebt, doch dieser neue Stellenabbau trifft die Menschen».

Darüber hinaus deutet Plüss an, dass der Entscheid aus Paris auch mit der Entferung zu tun habe. «Als Gemeinde haben wir leider keine Möglichkeit, Einfluss auf den Alstom-Entscheid zu nehmen. Je weiter weg solche harten Entscheide gefällt werden, desto weniger Verbindung besteht zur Region und zu den Betroffenen - wie es sicher auch hier der Fall ist.» Ob Menschen aus Lupfi ihre Stelle verlieren, weiss der Gemeindeammann von Lupfig noch nicht.