Bachfischet
Bachfischet-Spektakel im Wetterglück

Der traditionelle Lichterbrauch begeisterte auch gestern Freitag Tausende von Zuschauern.

Hermann Rauber
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Bachfischet 2010
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Bachfischet 2010
Bachfischet 2010
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Bachfischet 2010
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Bachfischet 2010

Für das treffende Sujet des gestrigen Abends hätte ungewollt und beinahe der Kindergarten Goldern I, der seine Lampions mit «Räge, Räge, Tröpfli» gestaltete, gesorgt. Doch es geschehen noch Zeichen und Wunder. Ein paar Minuten vor Umzugsbeginn hörte der Regen über Aarau auf, die Schirme gingen zu und einem ungetrübten Bachfischet stand nichts mehr im Wege.

Vom Fisch bis zum Pinguin

Es war für das Publikum, das die Umzugsroute säumte, einmal mehr erstaunlich, was in den letzten Wochen in den Schulstuben der Stadt und der Region entstanden ist. Kunstwerke notabene, die ihre Pracht nur gerade für eine knappe halbe Stunde entfalten. Wobei die Lampions und Laternen nicht nur das zentrale Sujet des Stadtbachs aufnehmen, sondern auch Themen von schier unerschöpflicher Vielfalt. So sah man gestern neben Fischen, Schnecken, Insekten, Mäuschen oder Katzen auch Drachen, Dschungeltiere, Meerjungfrauen, Pinguine oder Gespenster. Selbst Elmar, der farbige Elefant, durfte nicht fehlen. Ganz vorsichtige Klassen hatten ihre Bastelobjekte mit Plastikfolien gegen jegliche Wettereinflüsse gesichert.

«Füürio, de Bach brönnt»

Gleich als «Gesamtbild» erschien die Schülerschaft des Aarauer Schachenschulhauses mit dem Motto «Regenbogenfarben und Formen». Fasziniert scheint die Jugend auch von den Fledermäusen zu sein, die gleich mehrfach auftauchten. Mit Feuereifer dabei sind jeweils - unterstützt durch die Aarauer Pontoniere mit ihren Booten - auch die Heilpädagogische Schule (mit dem Sujet «Vogelnest») und das Schulheim zeka mit originell bemalten Putzmittel-Kanistern, die einen Sonderapplaus ernten durften. Der Fantasie der Schüler- und Lehrerschaft, ohne die der Jahrhunderte alte Lichterbrauch nicht denkbar ist, sind längst keine Grenzen mehr gesetzt. Dazu gehören auch Lampions oder Laternen mit Comicmännchen oder mit schaurig-schönen Maori-Masken.
So schlängelte sich der wilde Zug mit dem lauten Ruf «Fürio, de Bach brönnt» dem Stadtbach entlang durch die verdunkelte Vor- und die Altstadt. Über die malerische Halde ging es hinaus in den Schachen, wo alle aktiven Bachfischet-Teilnehmer erstmals seit Jahren wieder eine Verpflegung erhielten. Krönender Abschluss war der «Mordschlapf», ein grossartiges Feuerwerk am Aarauer Himmel.