Aarau
Autogarage und Restaurant machen dem Labor des Kantonsspitals Platz

In einem Neubau auf den Grundstücken entlang der Buchserstrasse rund um das ehemalige Restaurant Bavaria wird das Kantonsspital Aarau KSA die heute dezentral gelegenen Institute für Labormedizin, Pathologie und Rechtsmedizin unterbringen.

Hubert keller
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Die Garage Rebmann und das ehemalige Restaurant Bavaria müssen dem neuen Labor des Spitals und dem künftigen Kreisel weichen. Pascal Meier

Die Garage Rebmann und das ehemalige Restaurant Bavaria müssen dem neuen Labor des Spitals und dem künftigen Kreisel weichen. Pascal Meier

Dem Neubau des Spitals muss nicht nur das Bavaria Platz machen, sondern auch die Citroën-Garage Rebmann, die einen neuen Standort im Lonstroff-Areal an der Industriestrasse, hinter dem künftigen Werkhof der IBAarau, bezieht.

«Die Platzverhältnisse an der Buchserstrasse sind für unseren Betrieb sehr schwierig geworden», erklärt Hansruedi Faes, Oberkulm, dem nebst der Garage Faes AG seit 14 Jahren auch die Citroën-Vertretung in Aarau gehört, notabene eine Garage mit langer Geschichte. Eine solche gibt es nämlich an diesem Standort seit 1923.

Im Bereich der Garage und des Bavaria will der Kanton den Knoten zu einem Kreisel umbauen. Dies sieht das Betriebs- und Gestaltungskonzept für die Buchserstrasse so vor. Der künftige Kreisel Bavaria ist mit einem Durchmesser von 28 Metern kleiner als der Gais-Kreisel, beansprucht aber Land vom Rebmann-Areal.

«Unter diesen Umständen konnten wir unseren Standort sowieso nicht halten», sagt Faes. Trotzdem ist er zufrieden. Mithilfe der Stadt hat er einen neuen Standort im Lonstroff-Areal gefunden, wo die IBAarau ihren neuen Werkhof erstellt. Der Kaufvertrag ist noch nicht unterschrieben. Doch Hansruedi Faes ist zuversichtlich gestimmt, dass dem Vertragsabschluss nichts entgegensteht: «Es profitieren alle – Kanton. Spital und wir», sagt Faes.

Südlich des IBA-Neubaus plant Hansruedi Faes eine neue Garage mit Werkstatt, Lager und Tankstelle. Dass an dieser auch Gas getankt werden kann, sei ein Wunsch der IBAarau, den er gerne erfülle, sagt Hansruedi Faes. Ob auch Elektro-Fahrzeuge aufgetankt werden können, sei noch nicht beschlossen.

Die Garage Rebmann an der Buchserstrasse wird bis Ende 2017 geräumt. Faes ist froh, dass er danach in der neuen Garage die Arbeitsplätze seiner 15 Mitarbeitenden angenehmer und vor allem rationeller gestalten kann.

Um die sechs Parzellen, inklusive der Garage und des Bavaria, für das Spital überbaubar zu machen, müssen sie in die Zone für öffentliche Bauten und Anlagen (OE) umgezont werden. Heute sind sie der 5-geschossigen Wohn- und Gewerbezone (WG5) zugeteilt. Die sechs Parzellen haben eine Fläche von rund 6 600 Quadratmetern.

Fürs Spital ein wichtiger Baustein

Das Kantonsspital plant für die nächsten Jahre verschiedene Erweiterungs- und Neubauten. In einer ersten Etappe werden bis 2017 rund 230 Millionen Franken investiert. Die nachfolgende zweite Etappe wird auf 500 Millionen Franken veranschlagt. Der Bau eines Laboratorium im Bereich des Bavaria sei «ein wichtiger Baustein im kontinuierlichen Wachstum des Kantonsspitals», heisst es im Bericht zur Zonenplanänderung, die bis zum 15. September im Rathaus öffentlich aufliegt.

2013 hat die Stadt die Revision der allgemeinen Nutzungsplanung aus dem Jahre 1981 an die Hand genommen. Sie soll bis 2017 abgeschlossen werden. Da das Laborgebäude für das Spital dringlich sei, lasse sich die Umzonung an der Buchserstrasse nicht mit der laufenden Revision durchführen, hält der Stadtrat fest. Der Umzonung komme ein hohes öffentliches Interesse zu – wegen der Sicherstellung der medizinischen Grundversorgung, der Aufwertung des Strassenraums und der Erhaltung der Parklandschaft.

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