Aarau

Ausstellung zeigt Auseinandersetzung mit Sterben, Tod und Trauer

Aus den Begegnungen und Gesprächen sind unterschiedliche Arbeiten entstanden. Diese werden am Donnerstagabend im Stadtmuseum Aarau ausgestellt. (Archiv)

Aus den Begegnungen und Gesprächen sind unterschiedliche Arbeiten entstanden. Diese werden am Donnerstagabend im Stadtmuseum Aarau ausgestellt. (Archiv)

Sechs Wochen lang haben Studierende der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) im Rahmen eines Moduls im Hospiz Aargau verbracht. Sie haben mit Patientinnen und Patienten gesprochen, Angehörige interviewt und Trauertreffs besucht.

Im Fokus stand die Auseinandersetzung mit der letzten Lebensphase. Der Austausch sei sehr intensiv gewesen, sagt Kristina Terbrüggen, Projektleiterin bei Hospiz Aargau.

Aus den Begegnungen und Gesprächen sind unterschiedliche Arbeiten entstanden. Diese werden am Donnerstagabend im Stadtmuseum Aarau ausgestellt.

Es war nicht möglich länger im Stadtmuseum zu bleiben

Das Modul ist Teil des Forschungsschwerpunktes «Care futures» von der Fachrichtung «Trends & Identity» der ZHdK und wird von Bitten Stetter geleitet. Die Pop-up-Ausstellung «Hospiz&Design. Sterben. Tod. Trauer» ist nur an diesem Abend zu sehen.

Danach wird sie wieder abgebaut. «Wir vom Hospiz Aargau haben natürlich ein grosses Interesse daran, dass die Arbeiten gezeigt werden und vor allem eine Auseinandersetzung mit dem Thema stattfindet», sagt Terbrüggen.

Sie könne sich deshalb sehr gut vorstellen, dass die Ausstellung oder Teile davon, auch nach der Pop-up-Ausstellung einem Pu­blikum zugänglich gemacht werden. «Leider war es nicht möglich, im Stadtmuseum Aarau länger auszustellen», sagt sie. «Aber wir sind froh und dankbar, dass es überhaupt so kurzfristig geklappt hat.»

Die Projekte machen Endlichkeit und Fürsorge begreifbar

Aber was erwartet Besucherinnen und Besucher denn überhaupt? Was haben die Themen Sterben, Tod und Trauer mit Design zu tun? Es gehe nicht um Design im eigentlichen Sinne, sagt Terbrüggen. Design beschäftige sich auch mit Lebensstilen und gesellschaftlichen Fragen.

Die zwölf Projekte machen Endlichkeit und Fürsorge begreifbar, hinterfragen unser Verhältnis zum Tod und machen Zukunftsvorstellungen eines bewussten Sterbens erfahrbar, heisst es im Projektbeschrieb. Es sei nicht nur eine Ausstellung zum Anschauen, sagt Terbrüggen.

«Sie regt zum Nachdenken und Interagieren an.» Ein Student habe beispielsweise eine Karte aus Saatpapier entworfen. Die Idee ist, eine schöne Erinnerung an einen lieben Menschen aufzuschreiben und die Karte in die Erde zu pflanzen, wenn die Trauerphase abgeschlossen ist, damit daraus Blumen wachsen. «Es geht um solche kleinen Rituale, die uns helfen, mit Tod, Sterben und Trauer umzugehen», sagt Terbrüggen. (nla)

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