Ein Racletteofen nimmt zu viel Platz weg im Küchenschrank, die eigene Leiter reicht just nicht bis zum verstopften Dachkännel und für die zum Festessen geplanten Ravioli braucht es dringend ein entsprechendes Gerät – Sorgen, die die Aarauer künftig nicht mehr plagen müssen. Der frisch gegründete Verein «shaare» möchte eine Online-Plattform programmieren, um das Verleihen und Ausleihen von Gegenständen in Aarau zu vereinfachen. Bereits ab Ende Mai soll mit einem Crowdfunding das Geld für die Finanzierung der «shaare»-App gesammelt werden.

Gegründet wurde der gemeinnützige Verein von Sarah Grossenbacher, Alessandro Iannelli, Mario Stegmann und Daniel Ballmer. «Unsere Vision ist es, das Teilen von Gegenständen im digitalen Zeitalter unkompliziert und kostengünstig zu gestalten», sagt Präsidentin Sarah Grossenbacher. Ausserdem sollen die Experimentierfreude der Leute angeregt und das Mitteilungsbedürfnis auf sozialen Medien aufgenommen werden.

Damit möglichst rasch viele Gegenstände zur Ausleihe bereitstehen, hat der Verein vorgefühlt: In Zusammenarbeit mit den Aarauer Quartiervereinen wurde in den letzten Monaten eine Umfrage zum Marktpotenzial und der Ausgestaltung der App durchgeführt. Fast 400 Personen aus allen Altersgruppen haben sich an der Umfrage beteiligt. Das Fazit: «Über 90 Prozent der Teilnehmer sind bereit, Gegenstände unter Bekannten zu teilen, und immerhin 40 Prozent sind bereit, ihre Gegenstände auch Fremden auszuleihen», so Grossenbacher. Deshalb setze man auch bei den Quartiervereinen an: «Die lokale Verankerung ist für das Vertrauen in das Projekt enorm wichtig.»

Jetzt sucht der Verein Unterstützer: Am Samstag, 26. Mai, wird der Verein «shaare» das Projekt im Repair Café in Aarau zwischen 11 und 15 Uhr in der Freizeitwerkstatt (Pelzgasse 17) vorstellen. Gleichentags startet auch das Crowdfunding. Alle Infos zum Projekt gibt es auf www.shaare.ch.

(ksc)