Aarau
Augustin-Keller-Strasse 1 soll zurück zur Kirchgemeinde

Nach dem Auszug der Aargauer Landeskirche will die Reformierte Kirchgemeinde Aarau das Bürogebäude an der Augustin-Keller-Strasse 1 erwerben. Über den Kauf im Wert von 1,6 Millionen Franken wird die Kirchgemeindeversammlung am 12. Juni entscheiden.

Hermann Rauber
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Das Gebäude an der Augustin-Keller-Strassse 1 in Aarau gehört nun der Aarauer Reformierten.

Das Gebäude an der Augustin-Keller-Strassse 1 in Aarau gehört nun der Aarauer Reformierten.

Die Kirchgemeinde hat 1972 das Grundstück an der Ecke Bachstrasse/Augustin-Keller-Strasse der Reformierten Landeskirche mit einem langjährigen Baurechtsvertrag zur Nutzung überlassen.

In der Folge entstand dort ein Bürogebäude mit zwei Wohnungen, das bis vor zwei Jahren von der Reformierten Landeskirche genutzt wurde. Nach dem Bezug des neuen Verwaltungsgebäudes der Aargauer Landeskirche am Stritengässli 10 im Aarauer Schachen ist gemäss Vertrag das Baurecht vorzeitig erloschen.

Damit erhält die reformierte Kirchgemeinde Aarau die Möglichkeit, die Liegenschaft zu kaufen. Über diesen «Heimfall» zum Preis von 1,6 Millionen Franken entscheiden wird die Kirchgemeindeversammlung am Mittwoch, 12. Juni.

Guter Handel für Kirchenpflege

Die Kirchenpflege ist laut den Erläuterungen an die Stimmberechtigten zum Schluss gekommen, dass dieser Handel «eine sehr gute Lösung darstellt». Mit einem Eigenkapital von 400 000 bis maximal 600 000 Franken könne das Gebäude «optimal», das heisst mit einem Zinsfuss unter 2 Prozent, fremdfinanziert werden.

Mit Blick auf die zu erwartenden Miet-Erträge sowie auf die notwendigen Unterhaltskosten geht die Kirchenpflege davon aus, dass die Hypothek «innert zehn Jahren getilgt sein sollte».

Die Büroräume werden im Moment zur Hauptsache durch das Hilfswerk der evangelischen Kirchen Schweiz (Heks) genutzt, vermietet sind auch die beiden Wohnungen. Mit dem Handwechsel ergibt sich mindestens kurzfristig an dieser Situation keine Änderung.

Denn im jetzigen Zeitpunkt sieht die Aarauer Kirchgemeinde keinen räumlichen Eigenbedarf. Das gilt auch für das südlich angrenzende Pfarrhaus an der Augustin-Keller-Strasse 3.

Bemerkenswerter Rechnungs-Plus

Zu befinden hat die Sommer-Gmeind vom kommenden 12. Juni in der Aarauer Stadtkirche auch über die Rechnung 2012, die dank Mehreinnahmen bei den Kirchensteuern von 153 000 Franken und einem verminderten Nettoaufwand von 108 000 Franken mit einem erklecklichen Überschuss abschliesst.

Damit wird das Eigenkapital gestärkt, und zwar aufgrund der allgemeinen Empfehlung der Landeskirche, eigene Mittel im Umfang von 40 Prozent des jährlichen Steuerertrags zurückzustellen. Für die reformierte Kirchgemeinde Aarau macht das rund 1,2 Millionen Franken aus.

Auf der Traktandenliste stehen schliesslich auch die Bauabrechnungen für die Sanierung des Glockenstuhles (mit einem Aufwand von 553 000 Franken) und jener der Deckenisolation im Chor (49 000 Franken) in der Stadtkirche.

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