Aarau
Aufstand der Anständigen: War die Demo nur Wahlkampf für die SP?

Der "Aufstand der Anständigen" war eine der grössten Demonstrationen in den letzten Jahren in Aarau. Die Teilnehmer standen gemeinsam gegen Rassismus und für Solidarität ein. Doch Kritik wurde laut, es handle sich nur um einen SP-Wahlkampfanlass.

Lina Giusto
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3500 Demonstranten kamen zum «Aufstand der Anständigen» nach Aarau. (23. September 2015)
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«Aufstand der Anständigen»: Impressionen von der Demonstration.
«Aufstand der Anständigen»: Impressionen von der Demonstration.
Auch Aarau SP-Nationalratskandidat Abdul Abdurrahman nahm am «Aufstand der Anständigen» teil.
«Aufstand der Anständigen»: Impressionen von der Demonstration.
Der Präsident der Grünen Aargau Jonas Fricker brachte auch seinen Nachwuchs mit an die friedliche Demo.
«Aufstand der Anständigen»: Impressionen von der Demonstration.
«Aufstand der Anständigen»: Impressionen von der Demonstration.
«Aufstand der Anständigen»: Impressionen von der Demonstration.
«Aufstand der Anständigen»: Impressionen von der Demonstration.
«Aufstand der Anständigen»: Impressionen von der Demonstration.
«Aufstand der Anständigen»: Impressionen von der Demonstration.
«Aufstand der Anständigen»: Impressionen von der Demonstration.
«Aufstand der Anständigen»: Impressionen von der Demonstration.
«Aufstand der Anständigen»: Impressionen von der Demonstration.
3500 Demonstranten kamen zum «Aufstand der Anständigen» nach Aarau.
Fehlender Buchstabe: Ja, auch bei den Linken klappt es nicht immer mit der korrekten Orthographie.
Demonstranten beim Stadttor.
«Aufstand der Anständigen»: Impressionen von der Demonstration.
«Aufstand der Anständigen»: Impressionen von der Demonstration.
«Aufstand der Anständigen»: Impressionen von der Demonstration.
«Aufstand der Anständigen»: Impressionen von der Demonstration.
«Aufstand der Anständigen»: Impressionen von der Demonstration.
Der Demonstrationszug läuft durch den Aarauer Graben.
Aufstand der Anständigen: Abmarsch am Bahnhof Aarau.
Kurz nach 18 Uhr: Der Bahnhofsplatz in Aarau füllt sich für die Demo «Aufstand der Anständingen».
3500 Demonstranten am «Aufstand der Anständigen»

3500 Demonstranten kamen zum «Aufstand der Anständigen» nach Aarau. (23. September 2015)

Chris Iseli

3'500 Menschen demonstrierten am Dienstagabend gemeinsam gegen Rassismus und für Solidarität mit den Menschen auf der Flucht. War es nur SP-Wahlkampf, wie Grünliberale-Nationalratskandidat Andreas Mahler kritisiert?

Warum er nicht mitgelaufen ist, erklärt Mahler gegenüber der Aargauer Zeitung: «Ich war erschlagen von all diesen SP- und Unia-Fahnen, die im vorderen Drittel des Menschenzuges dominiert haben.»

Für GLP-Nationalratskandidat Mahler ist demnach klar: «Es muss jeder selber wissen, ob er mitlaufen will oder nicht. Ich habe mich auch nicht sofort dagegen entschieden mitzulaufen. Ich habe den Entschluss gefasst, das Thema der Flüchtlingshilfe anderweitig zu unterstützen. Dies will ich aber nicht unter einem SP-Fahnenmeer tun», erklärt er.

Auf Twitter löste seine Entscheidung auch Reaktionen von Parteikollegen und anderen Politikern aus:

Für den Aargauer GLP-Nationalrat Beat Flach ist klar, der 'Aufstand der Anständigen' war keine SP-Veranstaltung: «Die Grünliberalen haben sich ebenfalls dazu entschlossen mitzulaufen. Es war eine übergreifende Veranstaltung für alle – das sah man an den Teilnehmern.» Insgesamt liefen über 60 Organisationen am Umzug durch Aarau mit; darunter die Pfadi Aargau und die drei Landeskirchen.

Für Flach war es ein gelungener Anlass: «Die Demonstration war ein grossartiges Zeichen gegen Rassismus und für die Solidarität mit den Menschen auf der Flucht.»

Der GLP-Nationalrat zeigt sich beeindruckt. Wie er sich erinnert, sei dies seit Jahrzehnten eine der grössten Demonstrationen in Aarau gewesen – und das noch an einem Dienstagabend.

«Die Stimmung war super. Wir haben ein Zeichen gesetzt, dass die Aufgaben mit den Flüchtlingen, die auf uns zu kommen gross sind. Aber es ist zu bewältigen», sagt Flach.

Trotzdem hat Andreas Mahler eine klare Meinung zum «Aufstand der Anständigen»: «Ich finde die Demonstration eine sehr gute Sache. Es ist schön, dass so viele Menschen für dieses Thema auf die Strasse gehen und sich zu diesem 'Aufstand' bekennen.»

Damit ist er gleicher Meinung wie Parteikollege Flach: „Die positive Stimmung war beeindruckend. Es war gut organisiert und friedlich. Man wollte ein gemeinsames Zeichen für unsere humanitäre Tradition setzen, für die Menschen, die auf der Flucht sind.“

Lesen Sie hier die Ereignisse an der Demo im Liveticker nach:

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