Gerichtsverhandlung
Aufmüpfiger Aargauer Autofahrer: Der Prozess endet, bevor er angefangen hat

Eigentlich geht es um einen Bagatellfall: Markus Zimmermann fährt auf einen Personenwagen auf und muss sich vor Gericht verantworten. Dort erscheint er jedoch mit 40 Sympathisanten.

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Markus Zimmermann sagt: Er sei auf der Autobahn korrekt auf der Überholspur gefahren – mit Tempomat –, als ein Auto auf seine Spur wechselte. Doch es habe nicht beschleunigt. Deshalb sei er nahe aufgefahren. Die Polizei verzeigte ihn daraufhin. Für Zimmermann: eine Ungerechtigkeit. Zumal ihn dieser Vorfall mehrere Tausend Franken kosten könnte.

Noch bevor das Gericht am Montag die Verhandlung aufnehmen konnte, verlangte der Autofahrer einen Beweis vom Gerichtspräsidenten, dass dieser überhaupt legitimiert sei, über den Fall zu urteilen. Mit dabei am Aarauer Bezirksgericht hatte Zimmermann rund 40 Sympathisanten. Zimmermann selbst stellt in Abrede, dass es sich um Sympathisanten gehandelt habe. Es seien Besucher gewesen.

Und diese wollte der Gerichtspräsident des Saales verweisen, um eine geordnete Verhandlung durchführen zu können. Als Zimmermanns Anhang darauf nicht reagierte, liess der Gerichtspräsident die Polizei kommen. Die Gerichtsverhandlung wurde abgesagt.

Die Sprecherin der Aargauer Gerichte, Nicole Payllier, erklärte gegenüber Tele M1: «Unter diesen Umständen konnten wir die Verhandlung nicht starten.» Sie wird nun nachgeholt.

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