Aarau
Auf Visite mit Dr. Schmatz und Dr. Trallala im Kantonsspital Aarau

Die Stiftung Theodora ist 20 Jahre alt und die Aargauer Zeitung unterwegs mit zwei Clowns im Kantonsspital Aarau: Dr. Schmatz ist am Mittwochnachmittag zusammen mit Dr. Trallala vier Stunden lang auf Visite und heitert Patienten auf.

Dominic Kobelt
Drucken
Teilen
Welches Glück darfs denn sein, gross oder klein? Dr. Schmatz verteilt Glückssteine an die Patientinnen und Patienten.

Welches Glück darfs denn sein, gross oder klein? Dr. Schmatz verteilt Glückssteine an die Patientinnen und Patienten.

«Was, die geben dir hier Wein?» Dr. Schmatz blick ungläubig zu Marco (Namen der Kinder geändert) und kratzt sich am Kopf, auf dem ein Marienkäfer sitzt und frech grinst.

«Nein, nicht Wein. Wii, ich möchte Nintendo Wii spielen», sagt Marco und lacht. Aber der Fernseher ist kaputt. Da hilft auch die überdimensionale Spritze nichts, die Dr. Schmatz dem Fernseher verabreicht.

Gehts vielleicht mit Zauberei? Marco bekommt einen Marienkäfer und hält ihn umklammert. «Jetzt brauchen wir noch einen coolen Zauberspruch – für ‹Simsalabim› bist du zu alt», sagt Dr. Schmatz.

Mit dem silbernen Zauberstab klopft sie drei Mal auf Marcos Hand. Seine Augen werden grösser und grösser, als er die Hand langsam wieder öffnet, der Kiefer hängt herunter. Da sind auf einmal zwei Marienkäfer in seiner Hand.

«Wie hast du das gemacht?», will er wissen, aber auch der Blick zu seiner Mutter bringt nicht des Rätsels Lösung – es ist Zauberei.

Vier Stunden Visite

Dr. Schmatz ist am Mittwochnachmittag zusammen mit Dr. Trallala auf Visite. Die beiden Spitalclowns sind vier Stunden lang unterwegs, um Patientinnen und Patienten in der Kinderklinik des Kantonsspitals Aarau aufzuheitern. In manche Zimmer gehen sie zu zweit, andere Kinder besuchen sie alleine.

Nicht alle Kinder reagieren gleich auf den Besuch – die Clowns passen sich aber auch der Stimmung an. In manchen Zimmern basteln die sie Tiere aus Luftballons, in anderen verschenken sie Glücksbringer oder kleben eine kleine Sonne ans Bett.

«Für was hast du eine Gitarre?», fragt Melanie Dr. Trallalla. «Ja wo ist denn meine Gitarre eigentlich? Du hast sie doch gehabt?» Dr. Trallalla blickt vorwurfsvoll zu Dr. Schmatz, die unschuldig die Hände hebt.

«Du hast sie doch auf dem Rücken», sagt Melanie und kichert. Natürlich spielen ihr die beiden Frauen mit den roten Nasen zum Dank ein Lied vor. Lange können die Clowns aber nicht bleiben – es liegen noch etliche Patientenbesuche vor ihnen.

Aktuelle Nachrichten