Aarau
Auf in den Volksmusiktaumel: «z’Aarau esch de Adler los»

Das «Eidgenössische» ist am Donnerstagabend mit Böllerschüssen eröffnet worden.

Ueli Wild
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Mit drei Böllerschüssen machte der Artillerie-Verein Aarau darauf aufmerksam, dass in Aarau Grosses geschieht: «Jetzt lassen wir den Adler los!», rief Ständerätin Christine Egerszegi, die OK-Präsidentin des Eidgenössischen Volksmusikfestes, kurz nach halb sechs Uhr den Hunderten von Personen zu, die sich auf den Kirchplatz gedrängt hatten.

Endlich sei es so weit – nach zweijähriger Vorbereitung, sagte Egerszegi: «Für vier Tage ist Aarau das Zentrum der Volksmusik.» Und der Aargau, versprach die OK-Präsidentin, werde alles daransetzen, «dass sich die Tausenden von Gästen wohlfühlen».

Landammann Urs Hofmann strich das Verbindende der Musik heraus – das Verbindende zwischen den Kantonen, den verschiedenen Generationen und Berufsgruppen und den Menschen unterschiedlichster Herkunft.

Dass sich am Eröffnungsabend internationale Volksmusik auf einem halben Dutzend Bühnen präsentieren konnte, imponierte Hofmann besonders: «Nutzen Sie die Gelegenheit, Neues und Unbekanntes zu entdecken», riet er dem Publikum. «Mit gleichem Recht wie wir sind andere Völker stolz auf ihre Musik.» Und Musik sei ein Ausdruck der Menschlichkeit, welche die Welt zusammenhalte.

Die «alemannischen Freunde von nördlich dem Rhein» aus der Gastregion Baden-Württemberg hätten bei Kultur und Tradition vieles gemein mit der deutschsprachigen Schweiz, sagte Hofmann.

Unterschiede waren gleichwohl unüberhörbar bei der musikalischen Umrahmung der Eröffnungsfeier: Hier die lüpfig-erdigen Schwyzerörgeli vom Mutschellen, dort die Sondelfinger Stubenmusik aus Reutlingen mit filigranem Saitenklang und Sackpfeife.

Lesen Sie HIER den Liveblog von der Eröffnung durch.