Kleine Ursache, grosse Wirkung: Einer von vier Fugenübergängen in den schmalen Brücken zwischen Rupperswil und Auenstein ist defekt. Die Verankerung hat sich gelöst, das verursachte vermehrt Schläge und es kam auch zu Brüchen im Strassenbelag. Um weitere Schäden am Bauwerk zu verhindern, muss der Fugenübergang jetzt repariert werden.

Bis Montag, 23. April gesperrt

Die schmalen Brücken über die Aare und den Unterwasserkanal sind deshalb bis Montag, 23.April 2012 für jeglichen Verkehr gesperrt. Passieren dürfen nur Fussgänger.

Die relativ kurzfristig anberaumte Sanierung ist nicht Sache des kantonalen Strassenunterhalts. Er ist lediglich für die Signalisation von Baustelle und Umfahrung zuständig. Die beiden Brücken sind zwar Teil des aargauischen Strassennetzes, stellen da jedoch ein Unikum dar. Sie gehören nicht dem Kanton und werden somit auch nicht von ihm unterhalten. Entstanden ist der Übergang in seiner heutigen Form im Rahmen der Realisierung des Kraftwerks Rupperswil-Auenstein (KRA) von 1942 bis 1945.

Weil im Zweiten Weltkrieg nicht genügend Stahl aufzutreiben war, um eine neue Brücke zu bauen, über welche die schweren Turbinen zum neuen Kraftwerk transportiert werden konnten, wurde in Bern eine ausgediente Eisenbahnbrücke abgebrochen und an der Aare im Aargau wieder montiert.

Das KRA ist von den SBB und den Nordostschweizerischen Kraftwerken (NOK) gebaut worden. Heute besitzen die SBB einen Anteil von 55%. Die Axpo ist mit 45% Minderheitsaktionärin, hat aber das Mandat der Geschäftsleitung. Die mittlere Jahresproduktion des Kraftwerks liegt bei 212 Mio. Kilowattstunden.

Diskussion über Fussgängersteg

Im Rahmen des Bewilligungsverfahrens für die Dynamische Flussaue sind 2009 Forderungen laut geworden, den schmalen Flussübergang mit einem Rad- und Gehweg zu ergänzen. Von der Aarauerstrasse bis zur Aare ist ein Radweg inzwischen bereits realisiert. Über die Brücke hat der Kanton jedoch keine Verfügungsgewalt. Er muss zusammen mit der Besitzerin nach einer Lösung suchen.