Auenstein
Nach berufsbedingter Abstinenz will Schul-Rektor Peter Anderau zurück in den Gemeinderat

Von 2008 bis 2014 war der Freisinnige schon mal Gemeinderat und Vizeammann. Dann trat er wegen seines neuen Jobs zurück. Nun will er nochmals in der Lokalpolitik mit anpacken.

Nadja Rohner
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Bei der Grundsteinlegung des Schulhauses in Auenstein 2015 war Peter Anderau als Baukommissionspräsident dabei. Vielleicht wird er dem Spatenstich für das neue Kita-Gebäude, das demnächst an der Gemeindeversammlung verhandelt wird, als Gemeinderat beiwohnen.

Bei der Grundsteinlegung des Schulhauses in Auenstein 2015 war Peter Anderau als Baukommissionspräsident dabei. Vielleicht wird er dem Spatenstich für das neue Kita-Gebäude, das demnächst an der Gemeindeversammlung verhandelt wird, als Gemeinderat beiwohnen.

Hubert Keller / AAR

In Auenstein will der ehemalige Vizeammann Peter Anderau nach rund acht Jahren Abstinenz wieder zurück in die Lokalpolitik: Er kandidiert am 13. Juni für die Gesamterneuerungswahlen des Gemeinderats. Weil Vizeammann Ernst Joho und Gemeinderätin Isabelle Schmed nicht wieder antreten, ist ihm eine Wahl fast sicher. Drei Bisherige treten wieder an; eine fünfte Kandidatin oder ein Kandidat fehlt noch.

Anderau gehört der FDP an, ist kürzlich 63 Jahre alt geworden und arbeitet als Rektor der Kantonalen Schule für Berufsbildung. Als solcher ist er direkter Chef von rund 20 Mitarbeitenden (Dienste und Schulleitung) an allen vier Standorten – Aarau, Baden, Rheinfelden, Wohlen. Dieser damals neue Job war 2014 der Grund gewesen für Anderaus Gemeinderatsrücktritt, «obwohl mir das Amt sehr viel Spass gemacht hat. Ich wollte aber den Fokus auf die Schule legen». Doch jetzt, sagt er, könne er sich das Amt zeitlich einrichten. Eine Frühpensionierung beabsichtige er jedenfalls nicht, auch sein Beruf mache ihm Freude.

«Wenn Corona vorbei ist, freuen wir uns aufs Reisen»

Peter Anderau (63, FDP).

Peter Anderau (63, FDP).

Anderau ist in Suhr aufgewachsen und hat Geografie sowie Wirtschaft studiert, zusätzlich absolvierte er die Lehrer- und Schulleiterausbildung. Nach ein paar Jahren als Bezirksschul- und Berufsschullehrer wechselte er schon 1983 an die Kantonale Schule für Berufsbildung und kletterte dort die Karriereleiter stetig nach oben.

Seit 2002 wohnt Anderau mit seiner Frau und seiner heute 19-jährigen Tochter in Auenstein. Er hat noch zwei erwachsene Söhne – einer davon, Matthias Anderau, sitzt in Teufenthal im Gemeinderat. In seiner Freizeit ist Peter Anderau gerne mit seinen zwei Hunden in der Natur, reist oder sammelt Modellautos – «bevorzugt Volvo», sagt er. «Und wenn Corona vorbei ist, freuen wir uns aufs Reisen.»

In früheren Jahren war Anderau bereits Mitglied in zwei Schulpflegen, seit Anfang Jahr sitzt er zudem im Bezirksschulrat Brugg. «Dieses Amt müsse ich als Gemeinderat allerdings wieder aufgeben, das habe ich abgeklärt.» Ein Wunsch-Ressort habe er nicht, sagt Anderau. «Ich lerne gerne Neues dazu.» Allerdings treten just die beiden Gemeinderatsmitglieder zurück, die Ressorts betreuen, mit denen Anderau sich auskennt: die Schule und Hochbau/Raumplanung. Ersteres prägt seinen Arbeitsalltag, Zweiteres hatte er in seinen früheren Jahren im Gemeinderat inne. «Mir gefiel der Kontrast zu meinem Arbeitsalltag. Ich bin aber absolut offen.»