Aarau

Auch Rohr hat die Qualitäten der Gartenstadt

Rohr gehört seit fünf Jahren zu Aarau. Die beiden Zonenplanungen werden mit der aktuellen Revision harmonisiert.

Rohr gehört seit fünf Jahren zu Aarau. Die beiden Zonenplanungen werden mit der aktuellen Revision harmonisiert.

Der revidierte Nutzungsplan der Stadt Aarau wird in den Quartieren zur Diskussion gestellt. Stadtrat Pfisterer und Planer stellen sich den Fragen der Bevölkerung, unter anderem auch im Stadtteil Rohr.

Noch bis zum 30. September kann die Bevölkerung sich im Rahmen des Mitwirkungsverfahrens zur Revision der allgemeinen Nutzungsplanung (RANP) äussern. Stadtrat Lukas Pfisterer und die Projektverantwortlichen orientieren in den nächsten Wochen an fünf Veranstaltungen in verschiedenen Stadtteilen über Inhalte, welche die Stadtteile direkt betreffen, und stellen sich den Fragen.

Jede Veranstaltung beschäftigt sich mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Die erste Station bildet Aarau Rohr. Am Donnerstag, 27. August 2015, stehen in der Aula des Stäpflischulhauses die Anforderungen an den Ortskern und die Auenlandschaft im Mittelpunkt.

Als Rohr 2010 mit Aarau fusionierte, hatte der neue Stadtteil den Zonenplan gerade revidiert. In der Zwischenzeit machten Kanton und Bund weitere Vorgaben, die es zu erfüllen gilt, nicht nur in Aarau Rohr. Zudem mussten die beiden Zonenpläne aufeinander abgestimmt werden.

Ortskern Rohr stärken

«Für den Stadtteil Rohr», erklärt Stadtrat Lukas Pfisterer, «ist die Anbindung an die Stadt von besonderer Bedeutung.» Die Durchgängigkeit müsse, insbesondere in die Telli, verbessert werden. Zudem soll, so Pfisterer, der Kern von Rohr gestärkt, der Strassenraum besser gefasst werden. Mit der revidierten Nutzungsplanung wird zudem vorgeschlagen, Quartiere im Stadtteil Rohr der «Gartenstadt» zuzuordnen, ähnlich dem Oberen Zelgli, dem Gönhard und der Goldern.

Der Stadtrat ist überzeugt: Mit dem Entwurf der Nutzungsplanung wird aufgezeigt, dass die Stadt auch ohne Einzonung genügend Potenzial für die Entwicklung der nächsten 15 Jahre hat. Mit dem Bauzonenland soll ökonomisch umgegangen werden. Und wertvolle Freiräume, identitätsstiftende Bauten und Anlagen sowie die Lebensräume schutzwürdiger Pflanzen und Tiere werden gefördert.

Ein zentraler Aspekt sei das Aushandeln der Interessen von Stadt, Grundeigentümern und Betroffenen. «Nur so kann das grosse Potenzial der Innenentwicklung ausgeschöpft werden und gleichzeitig ein Mehrwert für die ansässige Bevölkerung entstehen.» Da es gilt, frühzeitig dem anfallenden Verkehr die nötige Aufmerksamkeit zu widmen, liege auch der Entwurf des kommunalen Gesamtplanes Verkehr zur Mitwirkung auf. (Kel)

Nutzungsplan on tour: Donnerstag 27. 8., 19 Uhr, Schulhaus Stäpfli, Rohr; Samstag, 5. 9., 10 Uhr, Schulhaus Schachen; Dienstag, 8. 9., 19 Uhr, Schulhaus Gönhard; Mittwoch, 9. 9., 19 Uhr, Schulhaus Telli; Dienstag 15. 9., 19 Uhr, Schulhaus Aare Nord; Mittwoch, 23. 9., 18.30 Uhr, Stadtmuseum, Ausstellung der Studentenarbeiten, Hochschule Rapperswil, Raumentwicklung. Dossier und Fragebogen unter www.aarau.ch/revision_nutzungsplanung oder im Stadtbüro zu den allgemeinen Öffnungszeiten.

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