Aarau

Auch Migros Aarau will nun unverkauftes Essen an Hilfswerke spenden

Bald sollen auch in Aarau Lebensmittel an Hilfswerke gehen. AZ/Archiv

Bald sollen auch in Aarau Lebensmittel an Hilfswerke gehen. AZ/Archiv

In Baden unterstützt die Migros Hilfswerke mit unverkauften Nahrungsmitteln. Diese sind noch einwandfrei, dürfen aber nicht mehr verkauft werden. Nun sind auch in Aarau Bestrebungen im Gange, Hilfswerke mit Lebensmitteln zu versorgen.

Im Kanton Zürich müssen Filialen der Migros seit Kurzem prüfen, ob sie nach Ladenschluss Tagesfrischprodukte an Hilfswerke abgeben können. In den Badener Migros-Filialen ist das bereits seit längerer Zeit gang und gäbe. In Aarau allerdings werden die Lebensmittel, welche zwar noch gut sind, aber das Verkaufsdatum überschritten haben, noch nicht an Hilfswerke abgegeben.

Während in Baden das christliche Sozialwerk «Hope» mit Esswaren unterstützt wird, sind in Aarau Bestrebungen im Gange, Kontakte zu Hilfswerken aufzubauen. «Wir haben Offerten bei verschiedenen Hilfswerken deponiert», sagt Barbara Siegenthaler, Mediensprecherin der Migros Aare. «Diese müssten nun ihren Bedarf an Lebensmitteln und ihre Kapazität überprüfen.» Danach könnten sie sich bei der Migros Aare melden. Einen fixen Meldezeitpunkt dafür gebe es nicht. Und Siegenthaler kann auch keinen Zeitpunkt nennen, wann das Projekt anlaufen wird.

Lebensmittel werden zu Biogas

Momentan werden die Lebensmittel der Migros Aarau, welche nicht mehr verkauft werden können, nach Schönbühl transportiert. Dort werden sie sortiert und danach zu Biogas oder Kompost verarbeitet. «Die Migros hat ein grosses Interesse daran, dass möglichst alle Lebensmittel verwendet werden können», sagt Siegenthaler. «Mit der Unterstützung von Hilfswerken gelingt das noch wesentlich besser.»

Während die Migros noch nach Hilfswerken sucht, beliefern die Aarauer Coop-Filialen die Organisationen «Schweizer Tafel», «Tischlein Deck Dich» und «Caritas» mit einwandfreien Lebensmitteln. Bevor dies aber geschieht, werden die Preise für die Lebensmittel für die Kunden auf 25 bis 50 Prozent reduziert, anschliessend für die Mitarbeiter bis zu 75 Prozent.

«Abgelaufene Waren werden nach Möglichkeit zu Tierfutter verwertet, zu Biogas vergärt oder kompostiert.», erklärt Nadja Ruch, Mediensprecherin bei Coop. Somit müsse Coop schweizweit weniger als 0,5 Prozent der Lebensmittel entsorgen.

Denner hat kaum Resten

Noch weniger Sorgen mit unverkauften Esswaren hat der Discounter Denner. «Es fallen so geringe Mengen an, dass sich der Aufwand für Hilfswerke gar nicht lohnen würde», sagt Denner-Mediensprecherin Paloma Martino. «Einzig in den Verteilzentralen arbeiten wir punktuell mit Hilfswerken zusammen.»

Meistgesehen

Artboard 1