Speziell war der Auftakt: Das Stück «Pirates oft the Caribbean» verlangte den Akkordeonspielern einiges an Konzentration und Können ab. Ansager Marcel Amsler meinte, das Üben sei gemäss des deutschen Titels «Fluch der Karibik» manchmal von einem «Fluch des Rhythmus» verfolgt gewesen.

Brigitte Siegenthaler, Präsidentin des Akkordeonorchesters Oberentfelden, bestätigte dies und bedankte sich bei Didi Gautschi für seine Geduld. Etwas lockerer drauf waren die Spieler beim rassigen Stück «Sir Duke» aus der Feder von Stevie Wonder sowie bei Carlos Santanas «Samba pa ti». Das begleitende Klatschen der Zuhörer half dabei sicherlich.

Nachwuchs hat viele Lieder drauf

Im zweiten Teil des Abends zeigte der Nachwuchs «Akropolis und Akkordeonfäger Sissach» sein Können. Die rund 25 Kinder spielten Hits wie «Carneval in serto», das aus der TV-Serie bekannte «Wickie», «Samba olé» und «Lollipop». «Das fägt ja richtig», meinte Marcel Amsler, «die sind schon in ganz verschiedenen Stilrichtungen zu Hause.» Das spanische Solo von Melina und Leo begeisterte die Gäste derart, dass sie die beiden herausklatschten. Dies missfiel Leo offensichtlich, er kam aber um eine Zugabe nicht herum. Ein bisschen schade war, dass die Kinder zum Teil hinter den Notenständern kaum zu sehen waren. Ihr konzentriertes Spiel war jedoch bestens zu hören.

Zu Dolly Partons Hit «I will always love you» schwebten Herzballons durch die Turnhalle. Zuvor hatte Dirigent Didi Gautschi mit dem Orchester sein selbst geschriebenes Lied «Zeit ist Geld» zum Besten gegeben.

Latin-Rock, Country, Klassik waren zu hören gewesen, den Schluss aber gehörte dem Schlager. Wolfgang Petrys Hits «Sommer in der Stadt», «Wahnsinn» oder «Verlieben, verloren, vergessen, verzeihn» wurden gespielt – und die Gäste sangen mit. Ihrer Meinung nach hätte es wohl noch lange so weitergehen können. Vor der zweiten und letzten Zugabe meinte Didi Gautschi aber: «Wir können fast nicht mehr, doch eine Zugabe haben wir noch.»