Aarau

Auch die WSB will einen grösseren Bahnhof

Sie werden erneuert

WSB-Perrons in Aarau

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Der neue Aarauer Bahnhof bleibt auch in den kommenden zwei Jahren eine Baustelle. Südlich des SBB-Areals plant die Wynen- und Suhrentalbahn (WSB) den Ausbau ihrer Peron- und Gleisanlagen., Das Projekt steht kurz vor der Realisierung.

Der neue Aarauer Bahnhof bleibt auch in den kommenden zwei Jahren eine Baustelle. Südlich des SBB-Areals plant die Wynen- und Suhrentalbahn (WSB) den Ausbau ihrer Peron- und Gleisanlagen. Das Projekt ist im vergangenen Jahr öffentlich aufgelegen, und zwar in Form eines ordentlichen Plangenehmigungsverfahrens nach eidgenössischem Eisenbahnrecht. Innert der Frist sind bei der Bewilligungsbehörde, beim Bundesamt für Verkehr in Bern, fünf Einsprachen eingegangen. Drei hatten konkret die Querung der Züge auf der Hinteren Bahnhofstrasse im Visier. Anwohner im angrenzenden Gönhardquartier fürchten zusätzlichen Schleichverkehr und eine Abwertung dieses Teils der Aarauer Ostumfahrung.

Laut Mathias Grünenfelder, Direktor von AAR bus+bahn, ist das Verfahren noch nicht abgeschlossen, eine rechtskräftige Verfügung für die Realisierung fehlt weiterhin. Allerdings gehe es nicht um grundsätzliche Bedenken, sondern nur noch um «technische Details», namentlich um die Zugänglichkeit der neuen Anlagen durch Rollstuhlfahrer. Das «Pingpong» zwischen Aarau und Bern hat laut Grünenfelder zu einer Verzögerung geführt, die aber nicht dramatisch ist. Die Vorlage an den Grossen Rat befindet sich in der «Schlussredaktion» und sollte noch im kommenden November durch den Regierungsrat behandelt werden. Die entsprechende Botschaft soll das kantonale Parlament spätestens im April 2011 behandeln.

Die Kosten für die Erneuerung und Erweiterung der Perron- und Gleisanlagen am WSB-Bahnhof belaufen sich gemäss Voranschlag auf 12 Millionen Franken. Davon entfallen 8,8 Millionen auf Bund und Kanton, wobei Letzterer mit einem Anteil von 73 Prozent die Hauptlast trägt. Den Rest finanziert die WSB über den ordentlichen Unterhalt ihrer Anlagen. Hauptgrund für die Verlängerung der Perrons in Aarau sind die wachsenden Passagierzahlen, die zu längeren Zugkompositionen führen.

Eine Bauzeit von 18 Monaten

Mit den Worten «Es ist höchste Eisenbahn» betont Mathias Grünenfelder die Dringlichkeit der Realisierung des Vorhabens, möchte man doch auf den Fahrplanwechsel 2012, also im Dezember des übernächsten Jahres, mit den neuen Anlagen starten können. Grünenfelder rechnet mit einer Bauzeit von rund 18 Monaten. Gewisse «bauliche Abhängigkeiten» ergeben sich mit den gleichzeitigen Arbeiten für die neue Velostation südlich der SBB-Gleise, die Sache der Stadt Aarau ist. Hier hat der Einwohnerrat Ende September jüngst eine Erhöhung des Projektierungskredites gesprochen. Die geschätzten Kosten von mittlerweile 5 Millionen Franken stiessen aber nicht überall auf Begeisterung. Der Zeitpunkt für den Start der Bauarbeiten für die neue Velostation ist ungewiss, der Verpflichtungskredit muss noch in eine obligatorische Volksabstimmung.

«Auf guten Wegen» ist nach Auskunft von Mathias Grünenfelder der Bau des neuen Verwaltungsgebäudes «Lineaar», das Ende April 2011 bezogen werden kann. Bereits am kommenden 22. November fährt der erste Regionalzug der WSB über das neue Trassee ab Bahnhof Aarau nach Buchs und Suhr. Drei Wochen später wird auch der neue Bahnhof Suhr festlich eröffnet.

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