AKW-Debatte
Atomendlager: 2011 ist das Jahr der Mitsprache

Während in Japan die Atomkatastrophe ihren Lauf nimmt, geht hierzulande die Endlagerplanung weiter. Die Plattform Jura-Südfuss (PJS) hat nun mitgeteilt, wie sie sich die regionale Partizipation vorstellt.

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Jura-Südfuss - Provisorischer Planungsperimeter

Jura-Südfuss - Provisorischer Planungsperimeter

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Der Entscheid, ob der Jura-Südfuss als einer von sechs geologisch geeigneten Standorten für ein Atommüll-Tiefenlager zum Handkuss kommt, liegt auf Bundesebene. Regionale Partizipation bedeute «Mitsprache und Meinungsbildung zum Szenario Tiefenlager in all seinen Dimensionen», erklärt die Plattform Jura-Südfuss (PJS), ein Gremium des Planungsverbandes der Region Aarau und der Gemeindepräsidentenkonferenz Niederamt.

Die Mitsprache selbst nimmt eindrückliche Dimensionen an. Am 4. Mai wird der PJS-Trägerverein mit Delegierten aus 28 Aargauer und 19 Solothurner Gemeinden gegründet. Vereinsdelegierte werden wiederum in eine Regionalkonferenz entsandt, die bis zur zweiten Jahreshälfte entstehen soll.

Vertreter von 3000 Regionalen Organisationen

Weitere Konferenzteilnehmer sind Vertreter von 3000 regionalen Organisationen wie Vereinen und Parteien sowie Privatpersonen. Die Konferenz soll ausgewogen zusammengesetzt sein und rund 100 Teilnehmer umfassen.

Das PJS-Startteam hatte die Mitwirkung Ende April 2010 eröffnet. In Aarau informierte das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (Ensi) Gemeindevertreter über die hiesige Geologie und das Verfahren. Ensi-Direktor Hans Wanner sagte damals, der Jura-Südfuss schaffe es wohl nicht in die engere Wahl für ein Endlager. (trö)