Gränichen
Asylunterkunft in Gränichen: Liebegg kritisiert Information des Departements Hochuli

Die Schulkommission Liebegg und die Mitarbeitenden würden von Journalisten erfahren, was betreffend Asylunterkunft geplant ist. Dies wirft Schulkommissionspräsident Hansjörg Erne dem Regierungsrat vor.

Hubert Keller
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Schulleitung fühlt sich schlecht informiert: Im Landwirtschaftlichen Bildungszentrum Liebegg soll eine Asylunterkunft eingerichtet werden.

Schulleitung fühlt sich schlecht informiert: Im Landwirtschaftlichen Bildungszentrum Liebegg soll eine Asylunterkunft eingerichtet werden.

Marcel Siegrist

Der Präsident der Schulkommission des Landwirtschaftlichen Bildungszentrums Liebegg, Hansjörg Erne, kritisiert die Informationspolitik des Departements von Susanne Hochuli scharf.

Er reagiert unter anderem auf ein Communiqué, das der Regierungsrat als Antwort auf einen grossrätlichen Vorstoss herausgegeben hatte.

Die Schulkommission Liebegg habe, so der Vorwurf, durch die Anfragen von Journalisten von der Medienmitteilung erfahren.

Bereits beim ersten Communiqué des Kantons zur geplanten Asylunterkunft Liebegg im Frühjahr 2013 sei die Informationspolitik der zuständigen kantonalen Behörden kritisiert worden, schreibt Hansjörg Erne namens der Schulkommission.

«Die Situation hat sich bis heute nicht verbessert. Auf Nachfrage bei den zuständigen Behörden trifft man auf eine Mauer des Schweigens.»

Die Schulkommission sei von Medienschaffenden auch darauf aufmerksam gemacht worden, dass sie Mitglied in einem Konsultativgremium sei.

Auch die Angestellten des Landwirtschaftlichen Zentrums Liebegg seien vom Departement nicht im Voraus informiert worden.

Kommissionspräsident Erne: «Die sich an der Aargauischen Landwirtschaftlichen Ausstellung ALA im Einsatz befindenden Angestellten mussten in einer Hauruckübung informiert werden, damit sie vom Inhalt des Communiqués Kenntnis hatten, bevor sie von Festteilnehmern darauf angesprochen wurden.»

Auch die Ankündigung, man wolle zum Zeitpunkt des Einreichens des Baugesuchs, die Öffentlichkeit und Bevölkerung informieren, befremde.

Es mache, so die Schulkommission Liebegg, den Anschein, als wolle man Tatsachen schaffen, um jegliche Mitarbeit zu verhindern.

Die Kommission kann zudem nicht nachvollziehen, dass man, gemäss regierungsrätlichem Communiqué, «ein Projekt erarbeitet hat, das eine weitgehende Trennung des Schulbetriebs mit der Unterkunft vorsieht». Der Schulkommission sei nie ein derartiges Konzept vorgelegt worden.

Die Schulkommission Liebegg betont, dass «sie weiterhin der Meinung ist, dass Standorte für Asylunterkünfte ohne eine klare räumliche Trennung zum Schulbetrieb absolut ungeeignet sind».

Dazu würde an der Liebegg ein separater, beleuchteter Zugang zur Unterkunft gehören, damit der Unterricht auch auf den Schulungsplätzen nicht gestört werde.

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