Suhr
Asylsuchende ziehen am 4. September in Suhr ein

Nach intensiven Vorbereitungsarbeiten ziehen in der ersten Septemberwoche die ersten Asylsuchenden in der Liegenschaft Südallee 22 in Suhr ein. Voraussichtlich werden sie bis Mitte 2015 im ehemaligen Schwesternhaus des KSA wohnen.

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Am vierten September ziehen die Asylbewerber ins ehemalige Schwesternhaus des Kantonsspitals Aarau ein.

Am vierten September ziehen die Asylbewerber ins ehemalige Schwesternhaus des Kantonsspitals Aarau ein.

Patricia Schoch / az

Bis Ende Oktober 2013 werden bis zu maximal 70 Asylsuchende im ehemaligen Schwesternhaus des Kantonsspitals Aarau (KSA) einquartiert. Dabei handelt es sich insbesondere um Frauen und Kinder und verletzliche Personen, welche die Nähe zum KSA brauchen.

Laut einer Medienmitteilung will der für die Unterbringung und Betreuung der Asylsuchenden zuständige Kantonale Sozialdienst (KSD) wird die temporäre Asylunterkunft gestaffelt belegen, um kontinuierlich Erfahrungen mit dem Betrieb sammeln und allfällige Anpassungen vornehmen zu können.

Begleitgruppe beobachtet Umfeldauswirkungen

Sowohl mit der im gleichen Gebäude untergebrachten Höheren Fachschule Gesundheit und Soziales (HFGS), dem KSA und dem Krankenheim Lindenfeld als auch mit der Gemeinde Suhr sowie mit der Anwohnerschaft konnte in den vergangenen Wochen und Monaten ein konstruktiver Diskurs über die Rahmenbedingungen des Betriebs geführt werden.

Ein separater Eingang sorgt dafür, dass der Betrieb der Fachhochschule nicht beeinträchtigt wird.

Um die Sicherheit zu gewährleisten, wurde eine Begleitgruppe ins Leben gerufen, die sich insbesondere mit möglichen Umfeldauswirkungen befasst. In den ersten beiden Betriebsmonaten wird eine 24-Stunden-Zutrittskontrolle dafür sorgen, dass sich in der Asylunterkunft nur Personen aufhalten, die über eine entsprechende Aufenthaltsberechtigung verfügen. Stephan Müller vom Kantonalen Sozialdienst bekräftigte aber, dass der Kanton mit diesem Klientel bisher kaum Probleme gehabt hätte.

Anwesende äusserten an einer Infoveranstaltung im Juni Bedenken zu den Aufenthaltsorten der Asylbewerber und fürchten, dass Kinder weniger Platz zum Spielen haben. «Sie haben Bewegungsfreiheit, aber wir werden sicherstellen, dass sie nicht private Spielplätze beschlagnahmen oder sich auf Grundstücken aufhalten», sagte Asyl-Sektionsleiter Roland Juen.

Danach werden der Nachtdienst des KSD sowie eine Quartierpatrouille die Asylunterkunft an der Südallee 22 überwachen. Tagsüber wird die Asylunterkunft vom KSD betreut. Die Erreichbarkeit von verantwortlichen Personen ist somit rund um die Uhr sichergestellt.

Die temporäre Asylunterkunft wird voraussichtlich bis Mitte 2015 in Betrieb sein. Der Zeitpunkt ist abhängig vom Beginn der Bauarbeiten für die HFGS. Juen bestätigt diesen Termin: «Sobald die Umbauten am Gebäude beginnen, werden wir uns zurückziehen, voraussichtlich im Frühling 2015.» Am 26. Oktober 2013 ist die Bevölkerung zu einem Tag der offenen Tür eingeladen. (rom)

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