Kreisschule Entfelden
Arbeitsgruppe macht Auslegeordnung bei der Kreisschule Entfelden

Wegen der Querelen zwischen den Schulbehörden wollen die beiden Gemeinderäte von Oberentfelden und Unterentfelden nun eine Arbeitsgruppe einsetzen. Diese soll prüfen, wie die Organisation der Kreisschule verbessert werden kann.

Katja Schlegel
Drucken
Fusioniert Oberentfelden bald mit Unterentfelden und Aarau?

Fusioniert Oberentfelden bald mit Unterentfelden und Aarau?

Katja Schlegel

Die Gemeinderäte von Oberentfelden und Unterentfelden haben beschlossen, Veränderungen an der heutigen Schulorganisation der Kreisschule Entfelden in die Wege zu leiten. Dazu soll eine Arbeitsgruppe eingesetzt werden, bestehend aus Mitgliedern der Schulbehörden und der beiden Gemeinderäte. Diese soll prüfen, ob mit Änderungen an den Verbandssatzungen eine nachhaltige Verbesserung erzielt werden kann oder ob die Auflösung des Schulverbandes die beste Lösung wäre. Das haben die Gemeinderäte am Freitag in einem gemeinsamen Schreiben mitgeteilt.

Die Gemeinderäte betonen, dass dabei nicht der Schulbetrieb infrage gestellt wird, dieser funktioniere sehr gut. Den Gemeinderäten ein Dorn im Auge sind vielmehr die Querelen zwischen den Schulbehörden, die seit Betriebsaufnahme des Schulverbandes im Jahr 2003 bestehen, sowie insbesondere der fehlende Einfluss auf die Ausgaben der Kreisschule und deren zeitliche Planung. «Mit den geltenden Verbandssatzungen beschliesst der Kreisschulrat über das Schulbudget, das ungefähr ein Drittel der Gemeindebudgets ausmacht», so die Mitteilung.

«Schulstrukturen überdenken»

Diesen Zustand hatte der Unterentfelder Gemeinderat bereits im April 2014 öffentlich kritisiert. Damals sagte Gemeindeammann Heinz Lüscher, es bereite dem Gemeinderat zunehmend Mühe, keinen Einfluss auf die Schulfinanzen zu haben. Lüscher kündigte an, die Schulorganisation mit Oberentfelden besprechen zu wollen. Gleichzeitig lehnte der Gemeinderat offiziell das Schulhausneubauprojekt «Erlenweg 2» ab, das einen Monat später denn auch an der Urne scheiterte. Beim Einsatz der Arbeitsgruppe gehe es nun aber nicht in erster Linie um den Einfluss auf die Finanzen, betont Lüscher. «Jetzt geht es darum, die Schulstrukturen zu überdenken und die für die Gemeinden beste Organisationsform zu finden.»

Auch wenn bisher nur der Gemeinderat Unterentfelden öffentlich die Kreisschule als Gemeindeverband kritisiert hat, ist die Stimmung in Oberentfelden nicht anders, sagt Gemeindeammann Markus Werder: «Unterentfelden hat seinen Unmut offener kommuniziert, aber auch in Oberentfelden ist die Kreisschule ein ständiges Thema.» Der Knatsch rund um die Wahl der Kreisschulpflege sei nun einfach der berühmte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht habe.

Arbeit unverzüglich aufnehmen

Die Arbeitsgruppe soll ihre Arbeit nun so rasch wie möglich aufnehmen: «Wir gehen das jetzt unmittelbar an, damit wir nächstes Jahr Ergebnisse präsentieren können», sagt Werder. Dabei sei auch vorgesehen, Fachleute zur Beratung beizuziehen. Was dabei herauskommen wird, sei völlig offen: «Wir legen alles auf den Tisch und schauen, wo der Schuh drückt. Dann entscheiden wir, was die beste Lösung ist. Vom Totalumbruch bis zur minimalen Änderung ist deshalb alles möglich.»

Aktuelle Nachrichten