Aarau
Angelica Cavegn von Pro Aarau will Aarauer Stadträtin werden

Die Wahlkomitees haben gearbeitet: Gleich drei Parteien gaben gestern weitere Stadtrats-Kandidaturen bekannt. Von den neun bis jetzt bekannten Kandidaten für die Aarauer Stadtratswahlen im September sind fünf Frauen.

Sabine Kuster
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Angelica Cavegn will von der Legislative zur Exekutive wechseln. zvg

Angelica Cavegn will von der Legislative zur Exekutive wechseln. zvg

Als vermutlich letzte Aarauer Partei hat Pro Aarau die Nomination für die Stadtratswahlen im September bekannt gegeben. Die Kandidatin ist keine Überraschung: Angelica Cavegn ist der prominenteste und profilierteste Kopf der Partei.

Pro Aarau ist mit drei Einwohnerräten die fünft grösste Fraktion im Einwohnerrat. Auch die CVP hat drei Vertreter und auch diese Partei hat gestern ihre definitive Nomination bekannt gegeben: Werner Schib, Fraktionschef der CVP sowie 2012/2013 Präsident der Finanz- und Geschäftsprüfungskommission.

Der Rechtsanwalt und Notar ist im Nebenamt unter anderem Trinamo-Verwaltungsrat (ehemals Stollenwerkstatt).

Die dritte Neuigkeit kam gestern von der SVP: Regina Jäggi, die bereits bekannte Stadtratskandidatin, möchte das Vizepräsidium. Sie sei mit ihrer Erfahrung als Gemeindeammann von Rohr bis Ende 2009 sowie ihrer Tätigkeit als Stadträtin seit der Fusion von Aarau und Rohr «prädestiniert für die Ausübung der Stellvertretung des Stadtpräsidiums».

Dies würde aus Sicht der SVP Aarau-Rohr ein Zeichen setzen für das bisherige gute Gelingen der Gemeindefusion. Ausserdem zeichne sich ab, dass kein anderes bisheriges Mitglied des Stadtrats sich für dieses Amt zur Verfügung stellen werde.

Der neuste Stand der Kandidaturen für den siebenköpfige Stadtrat lautet also: total neun Kandidaten. Vorerst erheben nur die FDP mit Lukas Pfisterer und die SP mit Lotty Fehlmann Anspruch auf das Stadtammannamt. Ausstehend sind allfällige Nominationen der Grünliberalen, EVP und Jetzt!.

Die Zwischenbilanz für die Stadtratswahl: Es kandidieren sieben Politiker für die drei frei werdenden Sitze. Regina Jäggi (bisher) und Susanne Heuberger von der SVP, Jolanda Urech (bisher) von der SP, Hanspeter Hilfiker von der FDP, Markus Hutmacher von den Grünen, Werner Schib von der CVP und nun auch Angelica Cavegn von Pro Aarau.

Cavegn ist seit 2002 Einwohnerrätin, präsidierte 2010 und 2011 den Einwohnerrat und ist in der Sportkommission. Ausserdem ist sie Präsidentin des Elternvereins, Teammitglied der Zauberlaterne Aarau, im Verein Aarau Standortmarketing und bei «aarau eusi gsund stadt».

Beruflich war Cavegn Direktionsassistentin. Seit 2001 bietet die 52-Jährige mit einer eigenen Firma Moderationen, Eventorganisation und Textbearbeitung an. Ausserdem betreibt ihre Familie ein «Bed and Breakfast» im Zelgli.

Cavegn sagt, sie habe sich erst nach der Demission von Parteikollege Michael Ganz definitiv für die Kandidatur entschieden. Stadtpräsidentin zu werden, sei nicht ihre Absicht. «Ich unterstütze Lotty Fehlmann», sagt Cavegn, «ich will nicht jemanden konkurrenzieren, den ich gut finde.»

Zusammen mit Jolanda Urech treten also gleich drei Frauen aus dem linken Lager an. «Die Stadtratswahl ist eine Personenwahl», sagt Cavegn, das Paket sei deshalb nicht zu gross geschnürt.

Cavegn ist verheiratet mit Daniel Leitner und hat zwei erwachsene Töchter. Sie wohnt seit 1986 in Aarau und ist Ortsbürgerin. Sie sei gut vernetzt, fachlich kompetent und lösungsorientiert, wirbt Pro Aarau für ihre Kandidatin.