Der Buchser Waffenfanatiker hatte sich im November 2008 einen Schusswechsel mit der Polizei geliefert und für mehrere Exponenten aus Justiz, Verwaltung und Polizei eine Todesliste geführt. Die Aarauer Bezirksrichter wollten wegen Befangenheit in den Ausstand treten, da mehrere Mitgleider auf der Liste figuriert hatten.

Der Buchser forderte seinerseits, ein ausserkantonales Gericht - in der Ostschweiz oder im Wallis - mit der Beurteilung zu betrauen. Dies, weil jedes Bezirksgerichtspräsidium und jedes Bezirksgericht im Aargau befangen sei. Dieses Argument wies die Inspektionskommission zurück und lehnte das Ausstandsbegehren ab. Begründung: Nur weil ein Bezirksgericht befangen sei , treffe dies nicht automatisch auch auf die anderen Bezirksgerichte zu. Der Entscheid ist noch nicht rechtskräftig und kann vor Bundesgericht angefochten werden.