Lenzburg
Am Bahnhof getroffen: «Seit drei Wochen bin ich Student»

Die AZ befragt Pendler, wohin sie unterwegs sind. In der neusten Ausgabe: Warum ein Automechaniker den Zug nimmt.

Kim Wyttenbach
Merken
Drucken
Teilen
Claudio Lüscher (26), Student, Lenzburg.

Claudio Lüscher (26), Student, Lenzburg.

Kim Wyttenbach

«Ich bin unterwegs nach Hause. Am Wochenende lebe ich in Lenzburg; während der Woche in Biel – dort studiere ich Automobiltechnik. Die Reise dauert eineinhalb Stunden von Tür zu Tür und in Aarau habe ich jeweils einen längeren Aufenthalt. Ich studiere seit drei Wochen an der Berner Fachhochschule Technik und Informatik in Biel.

Es ist ein dreijähriges Vollzeitstudium. Die Vorlesungen werden auf Deutsch und Französisch angeboten. Dieses Jahr hat es 36 Studienanfänger. Ich kann noch nicht viel über das Studium sagen; aber ich bin sicher, dass es mir gefallen wird. Im Moment lernen wir gerade sehr viele Grundlagen.

BMW für Rennstrecke umgebaut

Die ersten Prüfungen sind bereits in zwei, drei Wochen. Biel ist eine junge Stadt. Viel mehr kann ich noch nicht über Biel sagen. Ich lebe in einer Wohngemeinschaft – mit drei weiteren Automobiltechnik-Studenten. Wir sind drei Männer und eine Frau. Sie ist auch die einzige Frau in unserem Kurs.

Das WG-Leben ist unkompliziert: Jeder hat seine Privatsphäre und wenn man etwas Gesellschaft möchte, trifft man sich im Wohnzimmer. Wir haben einen Tag in der Woche, an dem wir gemeinsam kochen. Und einen Putzplan haben wir auch gleich aufgestellt.

Ich habe mich schon früh für Autos interessiert. In Lupfig absolvierte ich dann eine Lehre als Automechaniker. Nun möchte ich auch noch das Studium zum Ingenieur machen. Mein erstes Auto war ein Golf. Seit 2013 habe ich einen BMW M3. In den letzten Jahren habe ich meinen BMW für die Rennstrecke umgebaut. Er fährt jetzt bis zu 250 km/h. Zwischendurch gehen wir auf den Nürburgring und fahren auf der Nordschleife.»