Aarau

Altstadt bald saniert – wie gehts weiter?

Aarauer Altstadt

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Wo liegen die Stärken und Schwächen der Aarauer Altstadt heute? Welche Chancen bestehen? Wie soll der historische Kern in Zukunft genutzt werden?

Mit solchen Fragen will sich eine «Entwicklungskonferenz Altstadt» am 20. und 21. Mai auseinandersetzen und eine Strategie entwickeln, die möglichst viele Interessen unter einen Hut zu bringen vermag.

Die Initiative zu dieser «Grossgruppenkonferenz» zum Thema Altstadt stammt vom Stadtrat. Die Behörde möchte für die Zeit nach der Neugestaltung der Gassen herausfinden, wie sich das urbane Zentrum positionieren und weiterentwickeln kann. Antworten erhofft sich die Politik auch auf die Frage, wo Handlungsbedarf vorhanden ist.

Eine Spurgruppe mit Vertretern aller Beteiligten, also aus der Bewohnerschaft, dem Gewerbe, Detailhandel, dem Kreis der Hauseigentümer, der Gastronomie oder der Kulturschaffenden, hat die Vorarbeiten an die Hand genommen. Durchgeführt wird die Entwicklungskonferenz durch die Firma «frischer wind» aus Winterthur, die auf professionelle Moderation von Veränderungs- und Klärungsprozessen spezialisiert ist.

Gegner sollen sich verstehen

Projektleiter ist Ueli Stieger, der stellvertretende Stadtbaumeister und Chef der Stabsstelle Stadtentwicklung im Aarauer Rathaus. Er betont, dass es einerseits um eine Auslegeordnung der «Interessenkonflikte» bei der Nutzung des öffentlichen Altstadtraums geht. Auf der anderen Seite soll die breite Diskussion auch dazu führen, dass sich «die verschiedenen Parteien gegenseitig verstehen».

Die öffentliche Hand habe mit der Neugestaltung der Gassen «das Parkett gelegt», auf dem nun «getanzt werden darf», allerdings unter Einhaltung gewisser Rücksichtnahmen und Regeln. «Jeder soll und darf an der Entwicklungskonferenz sagen, was er denkt», sagt Stieger, wobei das Gespräch in wechselnd zusammengesetzten Kleingruppen stattfindet. Ein Sprecher trägt die gesammelten Erkenntnisse ins Plenum.

Dabei geht es um Themen wie «Lust und Frust in der Altstadt», um «Visionen und Ideen» für eine nachhaltige Entwicklung oder um die «Sicht von aussen». Natürlich besteht laut Ueli Stieger das Ziel, gemeinsame Anliegen oder offensichtliche Konflikte zu formulieren und später mit «konkreten Massnahmen umzusetzen». Dazu sei sowohl das Engagement auf politischer Ebene als auch jenes der Eigentümer und Besitzer von Altstadtliegenschaften gefragt. Der Stadtrat geht mit dem guten Beispiel voran und wird an der Konferenz vollzählig anwesend sein.

Jeder kann teilnehmen

Vorgesehen ist nach der Entwicklungs- eine Ergebniskonferenz, und zwar innerhalb Jahresfrist. Auf Anfrage durch die Exponenten der Spurgruppe haben sich bis jetzt rund 40 Personen für den Anlass vom Freitag, 20. Mai, von 18 bis 21.30 Uhr und Samstag, 21. Mai, von 8.30 bis 13.45 Uhr, angemeldet. Gemäss Ueli Stieger dürften es noch mehr sein, ursprünglich rechnete man etwas sehr optimistisch mit 150 Aarauerinnen und Aarauern. Anmelden kann sich bis Ende April jeder per Mail stadtbauamt@aarau.ch oder telefonisch (062 836 05 25). Die Teilnehmer verpflichten sich aber für die gesamte Veranstaltung. Die Altstadtkonferenz findet in den Räumen der Freien Christengemeinde an der Delfterstrasse 14 statt. Das Kultur- und Kongresshaus ist bereits besetzt.

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