Aarau

Alte Reithalle: Nach dem Beschwerde-Elend soll es beim zweiten Mal mit dem Spatenstich klappen

Vertreter der Kulturszene, der Aarauer Stadtverwaltung und der Politik waren zum Beginn der Bauarbeiten anwesend.

Vertreter der Kulturszene, der Aarauer Stadtverwaltung und der Politik waren zum Beginn der Bauarbeiten anwesend.

Acht Monate nach dem ersten Spatentisch zum Umbau der Alten Reithalle in Aarau folgte nun ein zweiter. Am Dienstag waren bereits Arbeiter am Werk.

Es ist nicht lange her, da standen Stadträte und Kulturverantwortliche bereits vor der Alten Reithalle für ein offizielles Spatenstichfoto. Das Aufgeben einer Badener Gebäudetechnikfirma, der Konkurs eines thurgauischen Metallbauunternehmens und die Beschwerde einer luzernischen Baufirma, die bei der Vergabe der Baumeisterarbeiten unterlegen war – es ging um 2,7 Mio. Franken – verzögerte dann die Arbeiten.

Nach einem Gespräch mit der Stadt zog diese Firma im Januar ihre Beschwerde zurück und machte den Weg frei für den Umbau. Wieder versammelten sich also am Dienstagmorgen die Vertreter der Kulturvereine, die in der umgebauten Alten Reithalle agieren werden, darunter auch des Argovia Philharmonic. Seitens der Stadt waren die Leiter der Abteilungen Liegenschaften, Hochbau und Kultur sowie die Stadträte Hanspeter Thür, Daniel Siegenthaler und Stadtpräsident Hanspeter Hilfiker anwesend.

Die Inbetriebnahme der sanierten Alten Reithalle verspätet sich.

Die Inbetriebnahme der sanierten Alten Reithalle verspätet sich.

Für den Betrieb des künftigen Hauses für Musik, Tanz und Theater wird der Trägerverein Alte Reithalle Tuchlaube Aarau (Arta) zuständig sein. Dieser wird aus dem Zusammenschluss der Vereine Szenaario Aarau, Theatergemeinde, Freunde der Alten Reithalle, Gönnerverein Fabrikpalast sowie von Trägerschaften des Theaters Tuchlaube hervorgehen. Präsidentin ist die frühere Ständerätin Christine Egerszegi, die am gestrigen zweiten, symbolischen Spatenstich humorvoll sagte: «Dieses Mal machen wir das Foto aber ohne Helm.»

Am Dienstag waren bereits Arbeiter am Werk, der Holzboden wurde entfernt. Ende Februar wird das Baugerüst stehen und Mitte März der Baukran. Die Aushubarbeiten dürften bis im Mai abgeschlossen sein. Im September 2021 soll die Alte Reithalle dem Trägerverein übergeben werden. Mitte Oktober 2021 wird sie voraussichtlich eröffnet.

Der Umbau kostet 20,4 Mio. Franken, von denen die Stadt über 7 Mio. beisteuert. Den Rest zahlen der Kanton, die Kantonalbank und private Geldgeber. Das jährliche Betriebsbudget der Alten Reithalle wird gemäss den Abstimmungsunterlagen 1,8 Mio. Franken betragen. (dvi)

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