Heidi-Film

Als Statist im Heidi-Film - wenn eine Sucht zum Hobby wird

Rolf Maurer in seiner Rolle als Bündner Bergbauer.

Rolf Maurer in seiner Rolle als Bündner Bergbauer.

Die Dreharbeiten zum neuen Heidi-Film laufen zurzeit in Graubünden. Dabei ist auch der Aarauer Rolf Maurer in einer Statistenrolle.

«Ich bin etwas süchtig», gibt Rolf Maurer auf die Frage nach der Motivation, in einem Film als Statist mitzuwirken, zu. Der Aarauer hat bereits in mehreren Krimiserien wie «Tatort» oder «Der Bestatter» mitgemacht. Oft handle es sich bei einem Statistenauftritt um ein paar Sekunden und viel Lohn liege nicht drin, aber der Spass bei den Dreharbeiten sei wichtiger. Zum einen sei da die Faszination für den Film selber und die Möglichkeit, interessante Menschen kennen zu lernen.

Im Film «Heidi», der voraussichtlich Anfang 2016 in die Schweizer Kinos kommt, stellt Maurer einen einfachen Bauern dar: «Ich musste eine Schubkarre voller Kartoffeln schieben, oder den Reichen im Zug beim Koffertragen behilflich sein, wie das im 19. Jahrhundert üblich war.» Der Film soll möglichst authentisch sein, und so wurde alles bis ins kleinste Detail geplant. Eine Woche vor dem Drehstart ging Rolf Maurer in die Anprobe. Über 1000 Kostüme wurden den Massen der Darsteller angepasst. «Ich musste mir einen leichten Bart wachsen lassen, damit ich urchig, aber nicht ungepflegt aussehe», sagt Maurer.

Akribisch genau arbeiteten auch die Maskenbildner: «Als Bauer durfte ich natürlich keinerlei Accessoires tragen, aber leider sah man den Abdruck meiner Armbanduhr. Sofort wurde alles mit hautfarbener Paste überschminkt. Weiter sehe ich als Unterländler nicht aus wie ein typischer Bergbauer, also malte man mir Dreck zwischen die Handfalten. Das war enorm eindrücklich.»

Die deutsch-schweizerische Produktion weist mit Bruno Ganz eine hochkarätige Besetzung auf. Der berühmte Schweizer Schauspieler wird den Alpöhi verkörpern. «Leider bekam ich ihn nicht zu Gesicht, da er an meinem Drehtag abwesend war. Dafür verstand ich mich super mit Anuk Steffen. Sie ist ein richtiger Wirbelwind, die perfekte Besetzung für die Rolle des Heidis», erzählt Rolf Maurer. Kein Wunder, setzte sich die neunjährige Schülerin doch gegen 400 Mädchen durch. Ebenfalls eine Rolle hat sich der Bündner Junge Quirin Agrippi ergattert, der den Geissenpeter spielt.

Noch bis Ende Oktober dreht das Team den Film. Für Rolf Maurer sind die Dreharbeiten seit zwei Wochen zu Ende. Seine Sucht, die er sich zum Hobby gemacht hat, wird ihn aber noch zu vielen weiteren Filmprojekten führen.

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