Seit über einem Jahr hat das Telli-Zentrum markante Leerstände zu verzeichnen. Zwar laufen im Hintergrund Bemühungen, das zu ändern – Coop, seit Februar 2018 Besitzerin der Liegenschaft – betont, es liefen Gespräche. Ausserdem hat Coop beschlossen, einen Studienauftrag zu lancieren, um das Einkaufszentrum «gestalterisch und in seinen Nutzungen weiter zu entwickeln».

Aber das dauert alles seine Zeit. Involviert sind die Stadt und der Quartierverein. Denn das Telli-Zentrum ist, auch mangels Alternativen, Dreh- und Angelpunkt des Quartiers. Besonders für Senioren, denen die eigenen vier Wände zu ereignislos sind, aber der Weg in die Igelweid oder die Altstadt dann doch zu weit ist. Und hierher kommen, dank des grossen Coop, der kostenlosen Parkplätze und der Lage ausserhalb des Innenstadt-Gewühls, auch Leute aus Aussengemeinden, um ihre Wocheneinkäufe zu erledigen.

Was würden alle diese Leute, diese Kunden, aus dem Telli-Zentrum machen? Was vermissen sie hier, was soll ihrer Meinung nach in die leer stehenden Lokale einziehen? Die AZ hat bei Telli-Kundinnen und -kunden nachgefragt. Und es kristallisierte sich ein ganz klarer Favorit heraus: Die Leute wünschen sich ein gemütliches Café, vielleicht sogar ohne Self-Service (besser für die nicht ganz so mobilen Personen), vielleicht sogar mit Patisserie oder Ähnlichem.