Corona-Virus

Aktionäre ausgeladen: Bank Aareland plant Geister-GV

Die GV der Aareland-Bank im März 2019

Die GV der Aareland-Bank im März 2019

Als erste grössere Regionalbank führt die Bank Aareland (Erlinsbach/Küttigen) wegen Corona keine Generalversammlung im klassischen Sinn mehr durch. Diese war für Freitag, 27. März, geplant und hätte wie letztes Jahr wiederum um die 500 Personen ins Zentrum Bläuen in Erlinsbach gelockt.

Doch am Donnerstag erhielten die über 1500 Aktionäre einen Brief, in dem ihnen nicht die Verschiebung der Versammlung angekündigt wurde, sondern mit der Aufforderung, nicht daran teilzunehmen.

«Wir rufen sämtliche Aktionäre sowie eingeladenen Gäste dazu auf, von einer persönlichen Teilnahme an der GV abzusehen», heisst es. «Alle Aktionäre sind gebeten, auf ihr Recht einer persönlichen Teilnahme zu verzichten und den unabhängigen Stimmrechtsvertreter mit der Wahrnehmung ihres Wahl-/Stimmrechts zu beauftragen – die dazu erforderlichen Unterlagen erhalten diese am 12. März per Post.» Nachtessen, Bustransporte und Unterhaltungsprogramm seien abgesagt.

Der von Daniel Heller präsidierte Verwaltungsrat schreibt weiter: «Damit erreichen wir eine stark verminderte Versammlungsgrösse, gewährleisten die termingerechte Dividendenzahlung und vermeiden die Unsicherheit, ob und unter welchen Auflagen wird die Generalversammlung allenfalls irgendeinmal später dieses Jahr doch noch durchführen können.» Der Aareland-Verwaltungsrat stützt sich bei seinem Entscheid auf Rechtsexperten. Eine GV muss bis am 30. Juni durchgeführt sein.

Andere Institute wie die Hypi Lenzburg oder die Bank Leerau haben ihre Generalversammlungen bisher erst verschoben – also das Problem noch nicht richtig gelöst. (uhg)

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