Aarau

Ärgernis? Der Baum mit den Stolper-Wurzeln

Warum tut Aarau nichts, damit die Spaziergänger und Velofahrer besser an der Platane vorbeikommen?

Der Philosophenweg entlang der Aare gehört zu den am stärksten frequentierten Spazierwegen. Gerade jetzt, wo die Schwäne brüten. Er ist meistens um 2,5 Meter breit – was für den Mischverkehr Fussgänger/Radfahrer schon relativ wenig ist. An der schmalsten Stelle ist er aber nur 1,6 Meter – und erst noch geneigt und sehr wellig. Fussgänger stolpern, Babys werden im Kinderwagen durchgeschüttelt, Velofahrer drohen zu stürzen.

Daran ist der 130 bis 160 Jahre alte Baum nicht schuld. Er war schon da, als der Philosophenweg gebaut wurde – man hat sogar extra auf ihn Rücksicht genommen.

Der alte Baum ist gesund. «Er hat ausserordentliche Ausmasse. Sein Stamm hat auf Brusthöhe einen Stammumfang von 7,40 Metern. Einen grösseren öffentlichen Baum gibt es zurzeit nicht in Aarau», erklärt Raffaela Bernold, die Leiterin der städtischen Kommunikationsstelle.

Ab nächstem Jahr wird geplant

Eine Fällung sei kein Thema. Will auch gar niemand. Aber vielleicht eine Verbesserung der Wegverhältnisse. Etwa durch eine Erhöhung des Niveaus (über die Wurzeln) oder eine leichte Verlegung in Richtung Aare (mit besserem Zaun). «Jegliche Bauarbeiten in der unmittelbaren Nähe des Baums sind kritisch, müssen minimiert und mit der grössten Sorgfalt geplant werden», sagt Raffaela Bernold. Und sie verweist auf eine Abstimmung im Februar 2014. Damals lehnten die Aarauer mit 60 Prozent einen 3,6-Mio.-Kredit für die Aufwertung «Aareraum Ost» ab («Aareraum West» mit dem Restaurant Summertime wurde früher realisiert).

Aber jetzt soll sich etwas bewegen. «Es ist vorgesehen, im Jahr 2020 eine Machbarkeitsstudie für ein reduziertes Projekt auszuarbeiten, in dem insbesondere die kritischen Bereiche, zu denen auch die Stelle mit der Platane gehört, überprüft werden», sagt Bernold. Dazu werde auch eine Weganpassung gehören. Kein Thema ist ein Velo-Fahrverbot. Der Weg sei eine wichtige Verbindung in der Stadt Aarau», so Bernold.

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