An der Grundsteinlegung auf Baufeld 2 im Aeschbach-Quartier im September 2016 wurde das Luzerner Wirte-Paar Hülya (45) und Erdal Sezer (48) als die neuen Gastronomen in der Aeschbach-Halle vorgestellt. Sie wollten die vier Restaurants in der Halle im Torfeld Süd betreiben; das Hauptrestaurant (gemäss den Angaben vom Herbst 2016 mit 140 Innen-Sitzplätzen) mit italienischer Küche, ein veganes Restaurant (Take-away und 60 Sitzplätze), ein Burger-Restaurant (Take-away und 80 Sitzplätze) sowie eine Tapas-Bar (50 Sitzplätze). Alle vier Restaurants verfügen jeweils ausserhalb der Halle über grosse Flächen.

«Wir bedauern diesen Schritt»

Jetzt, acht Monate vor der Eröffnung des Aeschbach-Quartiers, sind die Wirte «aus gesundheitlichen Gründen» vom Mietvertrag zurückgetreten, wie Marion Schihin, Mediensprecherin der Bauherrin Mobimo, mitteilt. «Wir bedauern diesen Schritt sehr», so Schihin.

Wie geht es nun weiter? «Wir suchen unter Hochdruck neue Mieter und stehen mit interessierten Gastronomen im Gespräch», sagt Schihin. Wann ein neues Gastro-Konzept präsentiert werden kann und wie es genau aussehen wird, ist noch offen.

Keinen Einfluss hat der Vertragsrücktritt auf den Umbau der Halle. «Die Bauarbeiten gehen weiter wie geplant», so Schihin. So werde gewährleistet sein, dass auch die Aeschbach-Halle, das historische Herzstück des neuen Quartiers, bei der grossen Eröffnungsfeier Mitte September fertiggestellt ist.

350 neue Bewohner

Planmässig läuft der Bau der 167 Mietwohnungen, die ab Spätsommer Platz für rund 350 neue Bewohner bieten. «Die Vermarktung der Wohnungen startet Anfang Februar», sagt Feyza Ciritoglu, Leiterin Erstvermietung Wohnen bei Mobimo. Dann wird auch die erste Musterwohnung zur Besichtigung zur Verfügung stehen. «Wir haben bereits heute einige Reservationen», so Ciritoglu.

Weiterhin Geschäfte gesucht

Bei den Geschäftsräumen, die in den Erdgeschossen der Wohngebäude für maximal 20 Betriebe auf einer Fläche von rund 3000 m2 realisiert werden, seien noch verschiedene Flächen frei. Damit das Aeschbachquartier ein lebendiges Quartier wird, setzt Mobimo nach welschem Vorbild («Quartier du Flon» in Lausanne) auf einen Arealmanager, der sich unter anderem um die optimale Zusammensetzung der Gewerbetreibenden kümmert.

Der Arealmanager für das Aeschbach- quartier heisst William White und ist seit Anfang Januar im Amt. «Der Arealmanager ist Ansprechpartner für Mieter, Behörden und Öffentlichkeit, wie das auch in grossen Einkaufszentren der Fall ist. Eine Person, die den Charakter des Quartiers mitbestimmt, die die Vermietung aktiv steuert», erklärt Ciritoglu.