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«Acht Mann am Stammtisch, das ist schlimmer als zwanzig Weiber»

Gemeindeammann Urs Affolter (vierter von rechts) und Vize-Gemeindeammann Hansruedi Werder (vierter von links) in gemütlicher Runde.

Gemeindeammann Urs Affolter (vierter von rechts) und Vize-Gemeindeammann Hansruedi Werder (vierter von links) in gemütlicher Runde.

Am ersten Gemeinderatsstammtisch in der Buchser «Wirtschaft zur Burestube» behandelten die Männer am Montagabend ernste Themen mit Humor. Der Anlass soll die Transparenz in der Gemeindepolitik fördern. Ein Augenschein.

Die gestandenen Mannen, die das Herz am rechten Fleck haben, waren bereits in Stimmung, als sich Gemeindeammann Urs Affolter und sein Vize Hansruedi Werder am Montagabend zu ihnen an den Tisch gesellten. «Dann kann also das Frag- und Antwort-Spiel beginnen», meinte einer. Worauf ein anderer sich erhob, um mit dem Handy ein Foto zu schiessen, ein Erinnerungsfoto vom ersten Gemeinderatsstammtisch in der Buchser «Burestube».

«Und Du, hast Du es gut?», fragte der Gemeindeammann seinen Nebenmann. Die Antwort – sie verlor sich im allgemeinen Stimmengewirr – muss derart lustig gewesen sein, dass Affolter in schallendes Gelächter ausbrach.

«Habt ihr keine Probleme mehr?»

Man war sich einig: «Acht Mann am Stammtisch, das ist schlimmer als zwanzig Weiber.» Es waren keine fünfzehn Minuten vergangen, da meinte einer: «Ja, habt ihr denn schon keine Probleme mehr?» Doch, Probleme gab es schon zu besprechen, auch wenn sie weltbewegend nicht sind. Die Umsetzung von Tempo 30 etwa oder der Betrieb der Sammelstelle, die eingezäunt worden ist und nur noch betreut geöffnet wird. Die Unordnung war zu gross gewesen. Angesprochen wurde die Baustelle an der Bachstrasse, wo Funde aus der Römerzeit ausgegraben wurden und der Bau deshalb eingestellt worden ist.

Schwierig werde es, wenn Fragen zu laufenden Verfahren gestellt würden, meinte Urs Affolter, da könne er an einem Stammtisch keine Antwort geben. Die Bemühungen um mehr Transparenz in der Gemeindepolitik will er aber fortführen. Für dieses Jahr sind noch drei weitere Gemeinderatsstammtische angesetzt, wobei jedes Mal wieder andere Gemeinderäte sich den Fragen der gwundrigen Gäste am runden Tisch stellen. Im Übrigen hat Gemeindeammann Affolter auch eine Sprechstunde eingeführt, in der zwar kein Bier ausgeschenkt wird, dafür aber auch persönliche Probleme in Ruhe besprochen werden können.

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