Oberentfelden/Unterentfelden

Abstimmung über Schulbauten wird aus Zeitmangel verschoben

Der Schulpavillon soll neben dem Fäs-Haus aufgestellt werden.zvg

Der Schulpavillon soll neben dem Fäs-Haus aufgestellt werden.zvg

Vor den Abstimmungen über die beiden Millionen-Projekte Schulhausneubau «Erlenweg 2» und Provisorium «Matte» will die Kreisschule Entfelden erst Aufklärungsarbeit leisten.

Eigentlich hätte die Kreisschule Entfelden das 14,5-Millionen-Gesamtpaket mit Projektierungs-, Planungs- und Ausführungskredit für den Schulhausneubau «Erlenweg 2» für das Abstimmungswochenende vom 24. November schnüren wollen.

Gleichentags sollten die Stimmbürger von Oberentfelden und Unterentfelden über den Kauf des Schulpavillons «Matte» für 2,2 Millionen abstimmen. Doch daraus wird nichts, die Abstimmungen wurden auf nächstes Jahr verschoben, wie die Verantwortlichen auf Anfrage mitteilen.

Der Grund: Die Zeit war zu knapp, die Stimmbürger ausreichend über die Projekte zu informieren. Erst Mitte September hatte der Kreisschulrat Entfelden die Vorschläge der Kreisschule behandelt. An der Sitzung vom 11. September wurde beschlossen, dass der Pavillon «Matte» an einem anderen Standort stehen müsse. Der vorgeschlagene Standort Spielwiese Süd in Oberentfelden wurde abgelehnt, weil die Wiese von Vereinen genutzt wird.

Als Alternative wurde das Areal Fäshaus nahe Bezirksschulhaus vorgeschlagen. An der Sitzung vom 18. September entschied der Kreisschulrat auf Antrag der Schulpflege, für den Schulhausneubau «Erlenweg 2» nicht bloss den Projektierungskredit, sondern das gesamte Paket mit Planungs- und Ausführungskredit an die Urne zu bringen – um Zeit und Geld zu sparen. Würde das Stimmvolk nach den Projektierungsarbeiten den Baukredit ablehnen, hätten die Gemeinden eine knappe Million in den Sand gesetzt und wären bei der Schulraumbeschaffung keinen Schritt weiter.

Infoveranstaltungen im Januar

«Hätten wir die beiden Projekte im November an die Urne bringen wollen, hätten wir die Dokumentationen bereits Mitte Oktober in den Druck geben müssen», sagt Schulpfleger Georges Brandenberg, Ressort Bauten und Anlagen. Das sei trotz grosser Bemühungen in der kurzen Zeit nicht möglich gewesen. «Wir müssen die Dokumentationen so aufarbeiten, dass das Volk vollumfänglich informiert ist», so Brandenberg weiter.

Schliesslich seien es zwei happige Millionen-Projekte, denen die Stimmbürger trotz angespannter Finanzlage in beiden Gemeinden zustimmen müssen. «Da ist eine ausführliche Information das A und O.» Laut Brandenberg soll der Pavillon «Matte» nun am 9. Februar an die Urne kommen, das Paket «Erlenweg 2» voraussichtlich am 18. Mai. Im Januar plant die Schule Entfelden einen Informationsabend, um die Bevölkerung über die dringend notwendigen Bauten zu orientieren.

Dringend ist das richtige Stichwort: Mit dem Systemwechsel 6/3 per Schuljahresbeginn 2014/15, der aufgebrauchten Zimmerreserven und in Anbetracht des erwiesenen Bevölkerungswachstums braucht es dringend mehr Platz für die Kindergärtler und Primarschüler (die az berichtete). Wie man auch schiebt und quetscht – der Platz in den bestehenden Schulbauten fehlt.

Abhilfe schaffen sollen als erstes die «Matte» und der Schulhausneubau «Erlenweg 2»; ein dreigeschossiger Bau anstelle des Garderobentrakts zwischen Singsaal und Turnhalle. Weil der Neubau aber – sehr ehrgeizig gerechnet – frühestens im Sommer 2017 bezogen werden kann, sollen die Kinder vorübergehend im Pavillon «Matte» mit acht Schulzimmereinheiten untergebracht werden.

Pavillon kaufen statt mieten

Hatte die Schulpflege den Pavillon eigentlich mieten wollen, hat der Kreisschulrat beschlossen, ihn zu kaufen. Die Miete würde schon nach einer Nutzungsdauer von fünf Jahren teurer werden als ein Kauf. Die Kosten für Bau und Erstellung belaufen sich nach einer ersten Hochrechnung auf rund 2,2 Millionen Franken.

Die Erstellungskosten werden aufgrund des verordneten Standortwechsels höher ausfallen, weil der Untergrund unsicherer ist und allenfalls Rückbauten am Fäshaus notwendig würden. Die Kosten würden aufgrund der Einwohnerzahlen zu 34,5 Prozent auf Unterentfelden und zu 65,5 Prozent auf Oberentfelden verteilt.

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