Gränichen
Abriss: In Kindergarten Gränichen werden doch keine Flüchtlinge einziehen

Rund 250 Petitionäre haben gefordert, dass im alten Gränicher Kindergarten Asylbewerber untergebracht werden. Daraus wird nichts werden, weil der Gemeinderat keine Ausnahmebewilligung erteilen will.

Nadja Rohner
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Kindergarten Gränichen
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Der Gränicher Kindergarten.
Der Gränicher Kindergarten.
Der Gränicher Kindergarten.
Der Gränicher Kindergarten.
Der Gränicher Kindergarten.

Kindergarten Gränichen

Chris Iseli

Auf Anfrage bestätigt Balz Bruder, Sprecher des kantonalen Departements Gesundheit und Soziales, dass die Räumlichkeiten im Gränicher Kindergarten zwar begutachtet wurden und «grundsätzlich eine Umnutzung der Baute möglich wäre, auch wenn durch die Raumaufteilung sowie die notwendigen Infrastrukturen Kosten entstehen würden», sagt er. «Die Nutzung scheitert letztlich daran, dass aufgrund der Baubewilligungspflicht auch energetisch Sanierungen vorgenommen werden müssten, die Aufwand und Ertrag beziehungsweise die Wirtschaftlichkeit in einem ungünstigen Licht erscheinen lassen.»

Laut Bruder bestünde einzig die Möglichkeit, dass mittels einer befristeten Ausnahmebewilligung auf die energetische Sanierung verzichtet werden könnte. «In diesem Fall würde der Kanton auf das Objekt zurückkommen», so der Departementssprecher.

Für die Vergabe einer solchen Ausnahmebewilligung ist der Gemeinderat zuständig. «Wir werden sie aber nicht erteilen», sagt Gemeindeammann Rolf Arber. «Es geht nicht, dass wir bei den Einwohnern auf Einhaltung der Regeln bestehen, für den Kanton aber eine Ausnahme machen.» Die Sache sei abgehakt, der Kindergarten werde voraussichtlich Ende nächster Woche abgebrochen.

Der Gemeinderat hatte ohnehin nicht viel davon gehalten, im alten Gebäude Flüchtlinge unterzubringen. Es sei in einem schlechten Zustand und verfüge abgesehen von zwei Kinder-WC über keine Sanitäranlagen. Ursprünglich hatte die Gemeinde das Gebäude für 1000 Franken verkaufen wollen.