Seit der Einwohnergemeindeversammlung vom 31. Mai hat Oberentfelden ein von den Stimmberechtigten abgesegnetes Parkierungsreglement. Am 1. November tritt dieses, wie die Gemeindekanzlei mitteilt, nun in Kraft. Die Vorbereitungsarbeiten seien abgeschlossen, die Hinweisschilder an den Ortseingängen seien gestellt.

Künftig gilt: Das Parkieren auf öffentlichem und frei zugänglichem Grund ist zwischen Mitternacht und 7 Uhr früh auf drei Stunden begrenzt. Als Nachweis der Ankunftszeit muss eine Parkscheibe gut sichtbar im Bereich der Frontscheibe hinterlegt werden. Die Halter von Motorfahrzeugen der Kategorien A bis G, die das Fahrzeug zwischen 24 und 7 Uhr länger als drei Stunden auf öffentlichem Grund abstellen wollen, müssen eine gebührenpflichtige Parkkarte erwerben. Trotz Parkkarte ist es nicht erlaubt, das Fahrzeug länger als 12 Stunden am gleichen Ort abzustellen.

Parkkarten können ab dem 26. Oktober bei den Einwohnerdiensten und bei der Gemeindekanzlei für einen Monat oder für ein Jahr erworben werden (gültiger Fahrzeugausweis erforderlich). Für einen gewöhnlichen Personenwagen kostet die Monatskarte 50 Franken, die Jahreskarte 500 Franken. Das Parkierungsreglement kann, einschliesslich der Anhänge, von der Website der Gemeinde heruntergeladen oder per Email bei der Gemeindekanzlei bestellt werden.

«Laternenparkierer» zur Kasse gebeten

Den Anstoss für die Schaffung eines Reglements hatten Reklamationen von Anwohnern über auf öffentlichen Strassen abgestellte Autos gegeben. Der Gemeinderat wollte denn auch ausdrücklich die sogenannten «Laternenparkierer» zur Kasse bitten. Sein erster Entwurf wurde aber von der letztjährigen Wintergmeind zurückgewiesen.

Bei der Überarbeitung trug der Gemeinderat den Bedenken insbesondere der Handwerker Rechnung. In der Sommergmeind 2018 ging das Reglement durch – aber nicht so, wie der Gemeinderat vorgeschlagen hatte (Parkkartenregime schon ab 19 Uhr, nicht erst ab 24 Uhr). Diese Lösung wurde in der Diskussion als besucherfeindlich und praxisfremd kritisiert und unterlag einem Antrag aus dem Saal mit 28 gegen 66 Stimmen.