Aarau
Ab 1. Mai wohnen hier rund 20 minderjährige Asylbewerber

Der Kanton setzt seine Ankündigung zur ersten Asylunterkunft für junge unbegleitete Flüchtlinge in die Tat um: Auf Anfang Mai platziert er rund 20 minderjährige Asylbewerber in Aarau. Verantwortlich für die Betreuung wird die Stiftung Wendepunkt sein

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Hier an der Weihermattstrasse werden die 20 Jugendliche einziehen.

Hier an der Weihermattstrasse werden die 20 Jugendliche einziehen.

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Ab Freitag, 1. Mai, ziehen in der bereits bestehenden Asylunterkunft an der Weihermattstrasse in Aarau rund 20 minderjährige Asylbewerber ein, wie aus einer Pressemitteilung des Regierungsrats hervorgeht. Damit kommt der Kanton seiner Ankündigung von Mitte April nach (wir berichteten).

Bei den Jugendlichen handelt es sich um unter 16-Jährige, welche zuerst einen Einschulungsvorkurs und danach die Regelschule besuchen und um über 16-jährige, welche sich in Praktika oder Beschäftigungsprogrammen befinden.

Die Betreuung der Minderjährigen wird durch Fachpersonen der Stiftung Wendepunkt wahrgenommen, die die Aufsicht auch über Nacht gewährleistet.

Das Gebäude wurde bereits bis anhin als kantonale Asylunterkunft für Familien und Einzeplersonen benutzt.

Allgemein habe die Zuweisung von unter 18-jährigen Asylsuchenden auf den Aargau im vergangenen Jahr zugenommen, schreibt der Regierungsrat in seiner Mitteilung.

Aktuell sind dem Aargau rund 80 unbegleitete Jugendliche zugewiesen. Neben dem künftigen Standort an der Weihermattstrasse wohnen rund 20 in der Südallee in Suhr. Die übrigen sind bei Pflegefamilien oder bei Verwandten untergebracht, einzelne befinden sich in speziellen Unterbringungs- und Betreuungssituationen.

«Abgesehen von begründeten Ausnahmen, die sich beispielsweise aufgrund einer örtlich gebundenen Ausbildungssituation ergeben können – sind demnach keine minderjährigen Asylbewerber in Unterkünften für Erwachsene», so der Regierungsrat.

Mit dem erweiterten Angebot reagiert der Regierungsrat auf Medienberichte, wonach die Betreuung minderjähriger Asylbewerber im Aargau mangelhaft sei.

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