«Swiss Bunnys»
Aargauer Züchterin kämpft, dass junge Häsli nicht im Osternest landen

Sabrina Reize aus Suhr züchtet in ihrem Stall «Swiss Bunnys». Jedes Tier hat einen Stammbaum. Um Ostern steigt die Nachfrage nach den herzigen Nagetieren. Sie selber vermeidet kämpferisch, dass ihre jungen Häsli Geschenke werden.

Janine Gloor
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Die Suhrerin Sabrina Reize züchtet in ihrem Stall «Swiss Bunnys» herzige Zwergkaninchen.
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Dieses Kaninchen ist erst wenige Wochen alt.
Misty lässt sich ein Rüebli schmecken.
Ab acht Wochen können die Kaninchen abgegeben werden.
Dieses junge Zwergkaninchen ist Mitte März zur Welt gekommen.
Misty ist ein neugieriges Zwergkaninchen.

Die Suhrerin Sabrina Reize züchtet in ihrem Stall «Swiss Bunnys» herzige Zwergkaninchen.

Janine Gloor

Draussen weht ein eisiger Wind, doch die Zwergkaninchen von Sabrina Reize haben es in ihren Ställen schön warm und gehen den typischen Aktivitäten von Zwerghasen nach: Hoppeln, Rüebli fressen und mit neugierigen Knopfaugen alles beobachten.

Sabrina Reize züchtet in ihrem Stall «Swiss Bunnys» seit neun Jahren Zwergkaninchen der Rasse «Löwenköpfchen». Jedes Tier hat einen Stammbaum und entspricht Reizes Vorstellungen. «Ich achte auf die Farbe und die Grösse», erklärt die 34-jährige Suhrerin.

Die Farbe «Havanna», ein warmes Schokoladenbraun, gefällt der Züchterin besonders gut. Die Kaninchen sollen nicht zu gross sein und die Merkmale ihrer Rasse deutlich zeigen. Ein Kennzeichen der «Löwenköpfchen» sind die kleinen, stehenden Ohren. «Ein Kaninchen mit Elefantenohren würde ich nicht zur Zucht verwenden.»

Die Nachfrage nach den herzigen Nagetieren ist gross und um Ostern steigt sie jedes Jahr an. «Wir bekommen viele Anfragen von Eltern, die ihren Kindern neben dem Schoggihasen gern noch ein lebendiges Häsli ins Osternest geben würden», sagt Reize.

Auf solche Vorschläge geht die Hobbyzüchterin, die bei «Fressnapf» arbeitet, aber schon gar nicht ein. «Wir geben aus Prinzip keine Jungtiere zu Ostern ab.»

Mit dieser Taktik hat Reize auch noch nie ein Telefon von Haltern bekommen, die nach wenigen Wochen die Lust an ihrem neuen Haustier verloren haben.

Nicht nur an Ostern ist Sabrina Reize wichtig, an wen sie ihre Tiere verkauft. Die neuen Besitzer müssen sich um eine artgerechte Haltung bemühen. Dazu gehört auch, dass kein Kaninchen allein gehalten wird. Die Jungen können je nach Entwicklung ab acht Wochen von der Mutter getrennt werden. Das ist für Reize jeweils nicht ganz einfach.

«Acht Wochen lang kann ich die Jungen ‹bäbele›, da tut das Abgeben schon ein bisschen weh.» Dank ihrer strengen Auswahl kann sie sich aber sicher sein, dass ihre Häsli gut aufgehoben sind.